Specials und Filmreihen

 

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

ANNE CLARK –I’LL WALK OUT INTO TOMORROW

Von Claus Withopf, Deutschland 2017, 84 Min.

Am 22.01. in Anwesenheit von Regisseur Claus Withopf

Dokumentation über die britische Musikerin und Poetin Anne Clark, die mit ihrer avantgardistischen elektronischen Musik Berühmtheit erlangt hat. Clark singt ihre zumeist sehr poetischen, aber auch melancholischen und schwermütigen Texte nicht, sondern trägt diese rhythmisch gesprochen vor, weswegen ihr Werk auch oft dem Genre Spoken Word zugeordnet wird. In seiner Dokumentation „I'll Walk Out Into Tomorrow” zeichnet Filmemacher Claus Withopf ein Porträt von Clark und findet zugleich einen Weg, die Arbeit der Künstlerin zu visualisieren. Der Regisseur begleitete Clark beinahe zehn Jahre lang und zeigt die mehr als 30-jährige Karriere der Künstlerin. So geht er etwa auf die Konflikte mit ihrer einstigen Plattenfirma ein, die dazu führten, dass sich Clark aus dem Geschehen zurückzog und sich im musikalischen Exil in Norwegen neu erfand.

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Termine

Do. 25.01. bis Mi. 31.01., 20:00
Do. 01.02. bis Fr. 02.02., 22:00
Sa. 03.02., 22:15
So. 04.02. bis Di. 06.02., 22:00

Psychoanalyse und Film

Die Reihe ist eine Kooperation des 'Instituts für Psychoanalyse, Frankfurt'
der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) und des Mal Seh'n Kinos.
Im Anschluß an die Vorführung erfolgt jeweils eine psychoanalytische
Interpretation und Diskussion der Filme. Näheres über das Institut für
Psychoanalyse: dpg-frankfurt

A SNAKE OF JUNE - ROKUGATSU NO HEBI

(japanische OmU)

Von Shinya Tsukamoto, Japan 2002, 77 Min.
Mit Shinya Tsukamoto, Asuka Kurosawa

Mit anschließender psychoanalytischer Interpretation und Diskussion mit Dr. Norma Heeb.
In Kooperation mit der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft, Frankfurt.

Rinko ist Telefonseelsorgerin und glücklich verheiratet. Ihr Leben gerät aus den Fugen, als ein Fremder von ihr verlangt, ihre sexuellen Begehren öffentlich auszuleben. Er erpresst sie mit heimlich geschossenen Fotos von ihr und ihrem Mann in Auslebung ihrer sexuellen Fantasien.
In virtuosen, blau eingefärbten Schwarzweißbildern erzählt der Film von einer Ehefrau, die von einem Voyeur mit intimen Fotos belästigt wird. Der geheime Erpresser schleust sich immer mehr in das Leben des Paars ein und zieht sie in einen Strudel aus Voyeurismus und schamloser Exhibition.

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Termine

Mi. 07.02., 20:00
Mi. 21.02., 20:00

FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

MIMICRY – SELBSTFINDUNGSREISE EINER GIRLFAG

Von Jennifer von Schuckmann, Deutschland 2017, 26Min.

In Anwesenheit von Regisseurin Jennifer von Schuckmann. Nach dem Film Gespräch mit der Hauptdarstellerin Freya Kreutzkam und Girlfag Paula alias Tochter Krampfstrumpf. Moderation: Testa Steron. In Kooperation mit Hessen ist Geil

Die Studentin Mimi sucht nach Liebe, Leben und vor allem sich selbst.
MimiCry ist ein sexueller und spiritueller Road-Movie ohne Autos, der das noch unbekannte Phänomen der Girlfags im Queeren Spektrum beleuchtet, dabei aber Schubladen auflösen will.
Girlfags oder schwule Frauen sind Menschen, die sich meistens als schwuler Mann im Körper einer Frau identifizieren, ohne dabei geschlechtsangleichende Maßnahmen anzustreben. Sie fühlen, dass ihr biologisches Geschlecht nichts mit der eigenen Geschlechterzuordnung zu tun hat. Die Idee einer genderqueeren Gesellschaft, die sozial konstruierte Rollen ablehnt und mehr Individualität für jeden Menschen darbietet, spielt dabei eine starke Rolle.

Zur Homepage von Jennifer von Schuckmann

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Termine

Mi. 31.01., 18:00

LICHT

Von Barbara Albert, Deutschland / Österreich 2017, 97 Min. Mit Audiodeskription über Sennheiser Cinema Connect
Mit Maria-Victoria Dragus, Devid Striesow, Katja Holm

Am Samstag, 03.02. anschließend Filmgespräch mit Regisseurin Barbara Albert

Wien, 1777: Die seit früher Kindheit blinde Pianistin und Sängerin Maria Theresia Paradis, genannt Resi, soll von Franz Anton Mesmer geheilt werden. Mesmer ist der wohl berühmteste, aber auch umstrittenste Arzt seiner Zeit und lebt in einem offenen Haus gemeinsam mit anderen Patienten und dem Stubenmädchen Agnes. Dort fühlt die von ihren Eltern bevormundete Resi zum ersten Mal in ihrem Leben so etwas wie Freiheit und blüht auf. Mesmer gelingt es tatsächlich, ihr das Augenlicht wiederzugeben, doch die junge Musikerin verliert im Laufe der Behandlung ihre künstlerische Gabe und Mesmer wird als Scharlatan abgestempelt. Resi muss sich entscheiden, ob sie lieber ein blindes Musikgenie oder eine sehende Normalsterbliche sein möchte.

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Termine

Do. 01.02. bis Di. 06.02., 20:00
Do. 08.02. bis Di. 13.02., 20:00

JEAN ZIEGLER: DER OPTIMISMUS DES WILLENS

(englische OmU)

Von Nicolas Wadimoff, Schweiz / Frankreich 2016, 92 Min.

Anschließend Filmgespräch mit Jean Ziegler und medico-Geschäftsführer Thomas Gebauer.

Eine Kooperation mit dem Schwerpunkt Süd-Süd- und Geschlechterforschung (Institut für Politikwissenschaft der Goethe-Universität) und dem Entwicklungspolitischen Netzwerk (EPN) Hessen.

1964 chauffiert Jean Ziegler den damals schon legendären Che Guevara bei einer Konferenz in Genf. Begeistert will er mit dem Revolutionär nach Kuba aufbrechen. Doch Guevara lehnt ab. Ziegler solle hier in der Schweiz, wo er geboren ist, gegen den „Kopf des kapitalistischen Monsters“ kämpfen. Seither kennt Jean Ziegler keine Ruhe: Unermüdlich prangert er als Schriftsteller, Professor, Abgeordneter im Schweizer Parlament und Mitarbeiter der UNO die Macht der Manager des Finanzkapitals und deren Verantwortung für den Hunger in der Welt an.

Filmemacher Nicolas Wadimoff nähert sich dem umstrittenen Schweizer Soziologen und Weltbestsellerautor mit kritischer Empathie. Er geht mit Ziegler dahin, wohin dieser sonst nur alleine geht: zu seinen Zweifeln und Widersprüchen und zu seiner tief sitzenden Hoffnung, dass eine andere Welt möglich ist.

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Termine

Mo. 05.02., 18:00

Kinothek Asta Nielsen e.V. präsentiert

Die Kinothek Asta Nielsen ist eine Gründung von Filmliebhaberinnen. Von Filmkuratorinnen, Filmhistorikerinnen und -theoretikerinnen, Kritikerinnen und Filmstudierenden. Sie sehen den Sinn und Zweck einer Kinothek darin, das, was durch die Raster des heutigen Kinos fällt, jenseits des Spezialistentums zugänglich und im Kino wieder erfahrbar zu machen.

NINAS FARBFILM

Dokumentarfilm von Lenka Ritschny, Deutschland 2016, 77 Min.

In Anwesenheit von Regisseurin Lenka Ritschny. In Kooperation mit der Kinothek Asta Nielsen

Das ganze HartzIV nehmen und auf einmal ausgeben – die Liebsten von der Straße zum Friseur einladen und zum Champagnertrinken an der Spree.
Nina lebt als ob es kein Morgen gebe und erst Recht lässt sie sich nichts sagen.
Aus sich selbst, dem Bürger Toni Eckstein, hat sie Nina nach ihrem Vorbild Nina Hagen geformt. Nina ist in einem kleinen Ort in Sachsen-Anhalt aufgewachsen, hat früh ihre Vorliebe für Schminke und schicke Kleider entdeckt, ist auf Stöckelschuhen durch das Dorf gelaufen. Mit der für sie vorgesehenen Rolle als Junge konnte sie nichts anfangen. Sie wollte sich weder einordnen noch unterordnen lassen. Sie hat gelernt Gewalt einzusetzen – gegen andere und gegen sich selbst- um überhaupt gesehen zu werden.
Es folgte eine Jugend in verschiedenen Psychiatrien und schließlich das Leben auf der Straße in Berlin. Nina schlägt über die Stränge – findet sich ganz unten wieder in Schmerz, Alkohol, am Boden zerstört und überrascht uns gleichzeitig durch ihre Phantasie, ihren Humor und ihr Reflexionsvermögen. Wir folgen ihr auch durch die Krisen ihrer Liebesbeziehung zu Micha und erleben, was es bedeuten kann, wenn Kompromisslosigkeit und Widerstandsfähigkeit kippen, wenn sie zu einem Leben führen dessen Freiheitsversprechen „die Straße“ bedeutet.
Ninas Farbfilm ist das Porträt einer Person, der es immer um mehr ging als um das nackte Überleben, das Leben im engen Korsett gesellschaftlicher Normen und die genau deshalb dieses immer wieder aufs Spiel setzt.

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Termine

Mi. 24.01., 20:00

PIHALLA – AUF ZU NEUEN UFERN

(finnische OmU)

Von Nils Erik Ekblom, Finnland 2017, 100 Min.
Mit Mikko Kauppila, Valtteri Lehtinen, Sanna Majuri, Sami Huhtala, Mirja Oksanen

Nachdem der 17-jährige Miku bei einer Party beinahe die Wohnung seiner Eltern in Schutt und Asche gelegt hat, muss er zur Strafe für den Rest der Ferien mit ihnen ins Häuschen aufs Land. Es droht ein Sommer der Langeweile. Bis auf einmal der smarte und selbstbewusste Elias im Garten auftaucht und sich als Nachbar vorstellt. Während die Eltern mit ihren eigenen Problemen beschäftigt sind, erkunden die beiden Jungs die Gegend, hängen am See herum und trinken überteuertes Bier. Immer mehr lockt Elias den schüchternen Miku aus der sexuellen Reserve. Und dann endlich küsst er ihn! Auf einmal fühlt sich der Sommer für Miku so toll an, dass er am besten nie mehr endet …
In seinem Spielfilmdebüt erzählt Nils-Erik Ekblom mit viel Sinn für Situationskomik und einer Fülle an skurrilen Nebenfiguren von Coming-of-Age, Coming-out und dem Zauber des ersten großen Verliebtseins. In den Hauptrollen glänzen die beiden finnischen Shooting Stars Mikko Kauppila und Valtteri Lehtinen als ungleiches Liebespaar, das zusammen zu neuen, aber nicht zwangsläufig gemeinsamen Ufern aufbricht.

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Termine

Mi. 14.02., 20:00