Specials und Filmreihen

 

Kartenbestellung:

Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

Psychoanalyse und Film

Die Reihe ist eine Kooperation des 'Instituts für Psychoanalyse, Frankfurt'
der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) und des Mal Seh'n Kinos.
Im Anschluß an die Vorführung erfolgt jeweils eine psychoanalytische
Interpretation und Diskussion der Filme. Näheres über das Institut für
Psychoanalyse: dpg-frankfurt

AGUIRRE, DER ZORN GOTTES

Von Werner Herzog, Deutschland 1972, 91 Min.
Mit Klaus Kinski, Ruy Guerra, Helena Rojo

Mit anschließender psychoanalytischer Interpretation und Diskussion mit Norma Heeb. In Kooperation mit dem Institut für Psychoanalyse der DPG, Frankfurt.

Die Suche nach El Dorado – Eine Expedition spanischer Konquistadoren versucht die Stadt aus purem Gold ausfindig zu machen. Nach einigen unvorhersehbaren Problemen mit den Naturgewalten ist die Gruppe zwar erschöpft, doch die Gier nach dem Gold treibt sie, nach einer von Don Lope de Aguirre (Klaus Kinski) angeführten Meuterei, immer weiter ins unbarmherzige Urwald-Dickicht. Mit eiserner Befehlsgewalt führt Aguirre fortan das Regiment über die Expedition. Er ist davon besessen, in die Geschichte einzugehen. Sein Größenwahn kennt keine Grenzen auf der Suche nach Reichtum und Macht. Aber nicht nur die Natur erweist sich als unwirtlicher Gastgeber auch die Bewohner des Dschungels stehen den Konquistadoren feindselig gegenüber. Unaufhaltsam rückt das Verderben immer näher, je weiter die Gruppe vordringt.

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Termine

Mi. 27.02., 20:00

CALL ME BY YOU NAME

(OmU: englisch, französisch, italienisch)

Von Luca Guadagnino, Frankreich / Italien / USA / Brasilien 2018, 123 Min.
Mit Armie Hammer, Timothée Chalamet, Michael Stuhlbarg

Psychoanalytische Interpretation und Diskussion mit Birgit Justl. In Kooperation mit dem Institut für Psychoanalyse der DPG, Frankfurt

Norditalien, 1983: Familie Perlman verbringt den Sommer in ihrer mondänen Villa. Während der 17 Jahre alte Sohn Elio Bücher liest, klassische Musik hört und keinen Flirt mit seiner Bekannten Marzia auslässt, beschäftigt sich sein Vater, ein emeritierter Professor, mit antiken Statuen. Für den Sommer hat sich der auf griechische und römische Kulturgeschichte spezialisierte Archäologe mit Oliver einen Gast ins Haus geholt, der ihm bei seiner Arbeit zur Seite stehen soll. Der selbstbewusste und attraktive Besucher wirbelt die Gefühle des pubertierenden Elio ganz schön durcheinander. Während sich langsam eine Beziehung zwischen den beiden anbahnt, merkt Elio, dass er trotz seiner Intelligenz und der Bildung, die er dank seinem Vater und seiner Mutter Annella genießt, noch einiges über das Leben und die Liebe lernen muss...

Verfilmung des gleichnamigen Romans von André Aciman.

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Termine

Mi. 03.04., 20:00

FILM UND DISKUSSION

Filmvorführung in Anwesenheit von Gästen mit anschließender Diskussion

66.000

Von Margarete Rabow, Österreich 2018, ca. 60 Min.

Vorfilm: 66.000 – DIE DOKUMENTATION
Von Eva Kneer, Deutschland 2018, 14 Min.
In Anwesenheit von Margarete Rabow, Felix Stent, Eva Kneer und Team
Einführung: Dr. Kurt Grünberg (Sigmund Freud Institut)


Bis 1938 lebten im 2. Bezirk sehr viele jüdische Familien. Der Prater war für sie ein Naherholungsgebiet und Ziel vieler sonntäglicher Ausflüge, solange es Juden erlaubt war den Prater zu betreten. Auch heute leben (wieder) viele jüdische Familien in der Leopoldstadt.
Der Prater und seine Hauptallee werden bei schönem Wetter vielfältig genutzt. Besucher und Flaneure können dem Entstehen des Kunstwerkes zusehen und mit den Schreibenden in Kontakt treten, wenn vom 21. – 28. Juni in einer großangelegten Kunst-Aktion mit vielen Teilnehmenden die Namen der 66.000 österreichischen Todesopfer der Shoah mit weißer Schulkreide auf die Prater Hauptallee geschrieben werden.
Kreide ist ein so einfaches wie probates Mittel. Jeder kennt sie, jeder hat sie schon einmal in der Hand gehalten. Dennoch ist das mit Kreide auf die Straße geschriebene Wort so flüchtig wie der Lauf der Geschichte. Nach Abschluss der Aktion bleiben die Namen stehen, werden vom Regen weggespült oder verblassen in der Sonne. Sie lösen sich auf.
Was bleibt ist der Film.
Geht man zwei Kilometer an dicht geschrieben Namen entlang, wird plötzlich das Ausmaß der Vernichtung sichtbar. Fünf Ziffern verwandeln sich in eine mit bloßen Augen nicht mehr zu überblickende Strecke.

Während das Schreiben der Namen auf Flüchtigkeit angelegt ist, gilt das nicht für den Film „66.000“.
Von allen Namen werden mit einer analogen 16mm Filmkamera Einzelbilder gemacht. Es entsteht ein Film von ca. einer Stunde Länge bei 24 Kadern (Bildern)/Namen pro Sekunde.
Er spiegelt in verdichteter Form viele Menschenschicksale. Die Vergeblichkeit das zu erfassen, was man in einer Stunde auf der Kinoleinwand sieht und hört, wiederholt das Unfassbare und schreibt es fest.
Filmpremiere ist am 09. November 2018 im Metro Kino Kulturhaus. An diesem Tag jährt sich das Pogrom vom November 1938 zum 80sten mal.
Während des Projektzeitraums soll ein Live Stream eingerichtet werden, um den Fortlauf des Projektes im Internet sichtbar zu machen.
Von allen Film-und Fotoaufnahmen wird abschließend die Film-Dokumentation „Schreiben gegen das Vergessen“ erstellt.
Was bleibt ist der Film.

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Mi. 06.03., 19:30

DECKNAME JENNY

Von Samira Fansa, Deutschland, 2017, 110 Min.

In Anwesenheit von Samira Fansa. In Kooperation mit Sea-Watch e.V.

Ertrunkene Flüchtlinge im Mittelmeer. Jennys Bande schaut nicht mehr zu. Und handelt. Doch als Jennys Vater deren militante Ambitionen herausfindet, muss er sich seiner eigenen Vergangenheit als Mitglied einer Stadtguerillagruppe stellen. Der Deckname „Jenny“ und dessen klare Zuordnung verschwimmt um so mehr, je gefährlicher es für alle Beteiligten wird.

Eine Geschichte zwischen Liebe und Verrat, Hoffnung und Resignation, Widerstand und Freundschaft.

Mit der Musik von Guts Pie Earshot // Nomi & Aino

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Mi. 13.03., 19:30

OF FATHERS AND SONS – DIE KINDER DES KALIFATS

(OmU)

Von Talal Derki, Deutschland / Syrien / Libanon 2018, 98 Min.

Am 23.03. in Anwesenheit von Regisseur Talal Derki

Der Dokumentarfilmer Talal Derki und sein Kameramann Kahtan Hasson begleiten den Alltag von Clan-Chef Abu Osama und seiner Familie über einen Zeitraum von ungefähr zwei Jahren in salafistischen Nordwesten Syriens. Osama erzieht seine beiden Söhne, die er nach dem Gründer der Terrorgruppe Al-Quaida und dessen Stellvertreter benannt hat, Ayman (12) und Osama (13), sowie deren zehn Geschwister streng islamistisch. Seine beiden Söhne gehen nicht zur Schule, sondern absolvieren ein Koranstudium. Wie bei vielen anderen Kindern in Syrien steht also statt Matheunterricht eine extreme Auslegung des Korans auf dem Stundenplan. In einem Militärcamp werden ihnen zusätzlich der Umgang mit Waffen, Gehorsam und Disziplin vermittelt. Die gefährliche Ausbildung hat zum Ziel, die Kinder zu „Gotteskindern“ zu formen. Den Filmemachern gelingt ein seltener Einblick in das islamische Kalifat. Derki konnte das Vertrauen der radikalen Islamistenfamilie erlangen, indem er sich als Kriegsreporter ausgab, der mit Salafisten sympathisiert.

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Termine

Do. 21.03. bis Fr. 22.03., 18:00
Sa. 23.03., 20:30
So. 24.03. bis Di. 26.03., 18:00

FREAK SHOW

(amerikanische OmU)

Von Trudie Styler, USA 2017, 91 Min.
Mit Alex Lawther, Abigail Breslin, Anna Sophia Robb, Laverne Cox, Bette Midler

Billy Bloom will nur eins in seinem Leben: fabelhaft sein! Für den frühreifen und sendungsbewussten Teenager heißt das, größten Wert auf die richtige Kleidung, auf Haare und Make-up zu legen, perfekten Sinn für den extravaganten Auftritt zu haben und vor allem nie langweilig und unbedingt anders zu sein als der schnöde Durchschnitt! In der konservativen US-Kleinstadtschule, in die ihn sein steinreicher Vater gesteckt hat, stößt Billy mit seinem Charisma auf breites Unverständnis und offenes Mobbing, vor dem ihm auch sein bester Freund Flip irgendwann nicht mehr beschützen kann. Nachdem ihn eine Gruppe homophober Mitschüler krankenhausreif geprügelt hat, holt Billy zum Gegenschlag aus: Er erklärt seine Kandidatur zur Homecoming Queen - und bereitet einen Auftritt vor, vor dem selbst Lady Gaga vor Neid erblassen würde.
Als unscheinbare High-School-Komödie getarnt, erzählt FREAK SHOW mit entwaffnendem Humor, skurrilen Nebenfiguren und ganz viel Herz die Außenseitergeschichte eines sonderbaren Jungen als berührendes nicht-heterosexuelles Selbstermächtigungs-Märchen. In Trudie Stylers Regiedebüt glänzen neben dem britischen Nachwuchsstar Alex Lawther ("Departure", "The End of the F***ing World") auch Abigail Breslin ("Little Miss Sunshine") als biestige Chef-Cheerleaderin und Schauspielikone Bette Midler als Billys exzentrische und trinkfeste Mutter Muv. Eine mitreißende Hymne gegen die Diktatur der Angepassten und für die Magie des schillernden Andersseins.

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Termine

Mi. 20.03., 20:00

FILM DES MONATS

Wir präsentieren monatlich in Kooperation mit dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP) den FILM DES MONATS. Der FILM DES MONATS der Jury der Evangelischen Filmarbeit ist die einzige durch eine Jury vergebene Auszeichnung für einen aktuellen Kinofilm. Die Arbeit der Jury wird vom Filmkulturellen Zentrum im GEP betreut.

THE SISTERS BROTHERS

(englische OmU)

Von Jacques Audiard, Frankreich / Spanien / Rumänien / USA / Belgien 2018, 121 Min.
Mit John C. Reilly, Joaquin Phoenix, Jake Gyllenhaal

Am 07.03. mit anschließendem Filmgespräch. Film des Monats der evangelischen Filmjury.

Hermann Kermit Warm soll sterben. Auftraggeber hinter diesem geplanten Mord ist der mysteriöse wie mächtige Mann, der nur unter dem Namen "Der Kommodore" bekannt ist. Dessen Handlager Eli und Charlie Sisters sollen diesen Befehl ausführen. Während der skrupellose Charlie dem Whiskey und dem Töten von Menschen sehr zugeneigt ist, kommt der nachdenkliche Eli auf dem Weg von Oregon City zu den Goldminen in der Nähe von Sacramento, wo sie den Aufenthaltsort von Warm vermuten, über diese unmoralische Art seinen Lebensunterhalt zu verdienen ins Grübeln. Viel Zeit bleibt allerdings nicht zum Zweifeln, denn die Reise der beiden Brüder wird immer wieder von blutigen Begegnungen unterbrochen. Denn ihr Kontaktmann Jim Morris ist Hermann ebenfalls auf den Fersen und scheint den beiden Brüdern stets einen Schritt voraus...

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Termine

Do. 07.03., 19:30
Do. 14.03. bis Di. 19.03., 21:30
Mi. 20.03., 21:45