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DIE GÖTTER VON MOLENBEEK – AATOS JA AMINE

(französische OmU) 

Von Reetta Huhtanen, Finnland / Belgien / Deutschland 2019, 73 Min.

Der Brüsseler Stadtteil Molenbeek-Saint-Jean erlangte als Zentrum des Dschihadismus einst traurige Berühmtheit. Doch für den sechsjährigen Aatos und seinen Freund Amine ist dieser Bezirk ihr vertrautes Zuhause. Sie streunen durch die Gegend, hören Spinnen zu, entdecken schwarze Löcher und streiten darüber, was genau eigentlich einen fliegenden Teppich steuert. So entdecken die beiden gemeinsam die Welt und suchen nach Antworten auf die großen, existentiellen Fragen des Lebens. Doch die scheinbar ungetrübte Zweisamkeit der Freunde wird jäh unterbrochen, als in der Nachbarschaft eine Bombe von Terroristen explodiert. Aatos beneidet Amine um seinen muslimischen Glauben und sucht fortan nach seinen eigenen Göttern. Für seine Klassenkameradin Flo ist das alles nur Quatsch. In ihren Augen ist jeder, der an Gott glaubt, völlig verrückt...

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Termine

Do. 05.12. bis Di. 10.12., 18:00
So. 15.12., 12:30

MADAME

 

Von Stephane Riethauser, Schweiz 2019, 94 Min.

Schon früh hat Caroline damit begonnen, ein selbstbestimmtes Leben als selbstbewusste und vor allem unabhängige Frau zu führen. Während für viele Frauen das Leben in den 1920er-Jahren vorwiegend von Heim und Herd bestimmt war, befreite sich Caroline von den Ketten einer arrangierten Ehe und wurde eine sehr erfolgreiche Geschäftsfrau. Sich über Grenzen oder Instanzen hinwegzusetzen, gehörte fortan zu ihrem Lebensmotto. Ihr Enkelkind Stèphane hat 50 Jahre später mit ähnlichen Umständen zu kämpfen: In der konservativen Schweiz wird von ihm erwartet, dass er ein angepasster, heterosexueller Mann ist und das auch lebt, aber genau das ist er als homosexueller junger Mann eben nicht. Einzig Caroline erwartet von ihrem Enkelsohn nicht, dass er sich der gesellschaftlichen Norm anpasst. Basierend auf privatem Archivmaterial errichtet Stéphane Riethauser seiner 90-jährigen Großmutter Caroline ein filmisches Denkmal. Mit seinen Aufnahmen nimmt der Filmemacher die Zuschauer mit auf eine intime Reise, in der die Großmutter und ihr Enkel die Entwicklung der Geschlechteridentität in einem patriarchalischen Umfeld erforschen.

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Termine

So. 15.12., 14:00
Mi. 18.12., 21:45