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AB 30.08.2017

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

DAS IST UNSER LAND – CHEZ NOUS

(französische OmU)

Von Lucas Belvaux, Frankreich / Belgien 2017, 117 Min.
Mit Emilie Dequenne, André Dussollier, Guillaume Gouix

Pauline ist Krankenpflegerin und kümmert sich nicht nur um ihre zwei Kinder und ihren Vater, sondern auch um ihre Patienten mit großer Hingabe, von denen sie dafür geliebt wird. Weil sie so beliebt ist, bittet sie der charismatische Arzt Dr. Berthier im Auftrag einer aufstrebenden nationalistischen Partei, bei den nächsten Bürgermeisterwahlen zu kandidieren. Zwar ist ihre Familie und vor allem ihr sozialistischer Vater von dieser Vorstellung entsetzt, doch Pauline erlebt bei ihrer Arbeit Tag für Tag soziale Missstände und so lässt sie sich schnell davon überzeugen, dass sie in der Lokalpolitik etwas erreichen könnte, um das Leben ihrer Patienten zu verbessern. Aber schon bald muss die Neue erkennen, dass sie von der skrupellosen Parteichefin Agnès Dorgelle lediglich als Aushängeschild benutzt werden soll...

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Termine

Do. 24.08. bis Mi. 30.08., 17:30
Do. 31.08. bis Di. 05.09., 17:45

BETHLEHEM – WENN DER FEIND DEIN BESTER FREUND IST

(OmU)

Von Yuval Adler, Israel / Belgien / Deutschland 2013, 99 Min.
Mit Sahdi Mar'i, Hisham Suliman, Tsahi Halevy,

Psychoanalytische Interpretation und Diskussion mit Dr. Norbert Spangenberg. In Kooperation mit der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft, Frankfurt.

Sanfur ist der jüngere Bruder des palästinensischen Milizionärs Ibrahim, der vom israelischen Militär gesucht wird. Bereits mit 15 Jahren wurde Sanfur vom Offizier Razi als Agent für den israelischen Geheimdienst rekrutiert und zwischen den beiden entwickelte sich eine Art Vater-Sohn-Beziehung. Doch Sanfur kann seinen Bruder Ibrahim nicht vergessen und gerät bald in einen Loyalitätskonflikt zwischen Razis Forderungen und der familiären Bindung zu seinem Bruder. Als der israelische Geheimdienst entdeckt, dass Sanfur immer noch Kontakt zu Ibrahim hält und in dessen Aktivitäten eingeweiht ist, hagelt es schwere Vorwürfe gegen den jungen Mann. Da Sanfur nun als unzuverlässig eingestuft wird, soll er bei einem Anschlag auf den gesuchten Ibrahim geopfert werden.

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Termine

Mi. 30.08., 20:00
Mi. 13.09., 20:00

DAVID LYNCH: THE ART LIFE

(englische OmU)

Von Jon Nguyen, Rick Barnes und Olivia Neergaard-Holm, USA / Dänemark 2016, 88 Min.
Mit David Lynch

Die Filmemacher Jon Nguyen, Rick Barnes und Olivia Neergaard-Holm versuchen in ihrem Dokumentarfilm dem Phänomen David Lynch auf den Grund zu gehen. Der US-Amerikaner ist einer der bekanntesten Regisseure der Gegenwart. Seine Vorliebe für das Mysteriöse, Groteske und Albtraumhafte zieht sich durch seine Filme, aber auch durch das übrige künstlerische Schaffen des auch als Maler, Fotografen und Musiker tätigen Allroundgenies. In „The Art Life“ gibt Lynch Einblick in seine Vergangenheit – in das, was ihn seine Kindheit und Jugend über prägte, von der idyllischen Kleinstadt, in der er aufwuchs, geht‘s bis in die verdreckten Straßen von Philadelphia. Lynch spricht über die einzelnen Stationen seines Lebens und auch über seine Ängste, über Missverständnisse und über die Kämpfe, die er ausfechten musste. Er öffnet außerdem sein Haus in den Hollywood Hills und sein Atelier für die Kamera der drei Filmemacher.

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Do. 31.08. bis Mi. 06.09., 20:00
Do. 07.09. bis Di. 12.09., 22:00

WESTERN

(teilweise OmU: bulgarisch / englisch)

Von Valeska Grisebach, Deutschland / Bulgarien / Österreich 2017, 120 Min.
Mit Meinhard Neumann, Reinhardt Wetrek, Syuleyman Alilov Letifov

Bulgarien nahe der griechischen Grenze: Eine Gruppe deutscher Bauarbeiter kommt im Niemandsland an, um ein Kraftwerk zu bauen, für das ein Fluss umgeleitet werden muss. Die Männer um Vorarbeiter Vincent können weder Englisch, noch Bulgarisch. Einer von den Neuankömmlingen ist Meinhard, der wie seine Kollegen in einer frisch errichteten Bauarbeitersiedlung wohnt. Die Arbeiten am Wasserkraftwerk dauern länger als geplant, weil der Nachschub fehlt – das Wasser reicht nicht mal, genug Beton anzurühren. Meinhard, der in den Bergen ein Pferd gefunden hat, ist ein bisschen anders als die anderen: Während die keinen Kontakt zu den Bulgaren wollen, reitet er ins Dorf, wo er Einheimische kennenlernt. Der örtliche Steinbaron Adrian und Meinhard freunden sich langsam an, obwohl sie die Sprache des anderen kaum verstehen…

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Do. 31.08. bis Mi. 06.09., 21:45

BILDER VOM FLO

Dokumentarfilm von Julian Vogel, Deutschland 2016, 98 Min.

Am So. 03.09. in Anwesenheit von Regisseur Julian Vogel

Wie machen wir uns ein Bild von einem Menschen, der nicht mehr da ist? Was passiert, wenn öffentliche und private Bilder kollidieren?
FLO war vieles: „Spät-68er“, Schauspieler, Fotograf, Radiojournalist, Kinderschutzbund- Geschäftsführer, Autor, Vater und Sohn. Und Schüler an der Odenwaldschule.? 2011 stirbt er unerwartet nachdem er von Konflikten aus seiner Vergangenheit eingeholt wurde. Flo war Schlagzeile. Er hinterlässt zwei Söhne, seine Frau und ein öffentliches Bild, das es Familie und Freunden schwer macht, mit seinem Tod abzuschließen. Drei Jahre später begibt sich sein Sohn MAX auf die Suche nach Antworten. Filmemacher Julian Vogel begleitet seinen besten Freund auf diesem Weg. Er führt durch Flos Bilder, seine Töne und die Erinnerungen seiner Wegbegleiter.

Ein Film über Familie, fragile Wahrheiten und die Grenzen der Loyalität.

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Fr. 01.09. bis So. 03.09., 15:30

ROBERT DOISNEAU – DAS AUGE VON PARIS

(französische OmU)

Von Clémentine Deroudille, Frankreich 2016, 77 Min .

Dokumentarfilm über Robert Doisneau, der vom kleinen Kind aus einem armen Vorort von Paris zu einem Superstar der Fotografieszene avancierte. Doisneau sah seinen Beruf nie als Arbeit, sondern verstand im Gegenteil das Fotografieren als Quelle seines Glücks, sein Leben und seine Arbeit sind also eng verknüpft. Regisseurin Clémentine Deroudille hat als Enkelin des im April 1994 verstorbenen Künstlers Zugang zu bisher unveröffentlichtem Material aus Doisneaus Nachlass und nutzt dies für ihren Dokumentarfilm, in dem neben Interviews mit Doisneau persönlich auch Freunde und Kollegen des berühmten Fotografen zu Wort kommen. Neben der Person Doisneau selbst stehen in der Dokumentation auch dessen bedeutendste Sujets im Mittelpunkt – also Paris und die Menschen in der französischen Hauptstadt.

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So. 03.09., 12:00
So. 10.09., 12:00
So. 17.09., 12:00
So. 24.09., 12:00

BELLE DE JOUR

(französische OmU)

Von Luis Buñuel, Frankreich / Italien 1967, 100 Min.
Mit Catherine Deneuve, Jean Sorel, Michel Piccoli

Séverine Sérizy ist eine glücklich verheiratete Hausfrau. Nur im Bett ist sie mit ihrem Mann Pierre nicht zufrieden. Befriedigung findet sie lediglich in ihren Tagträumen, in denen sie Fesselspielen und anderen Sadomaso-Praktiken nachgeht. Als das aber auch nicht mehr ausreicht, beginnt Séverine, nachmittags als Prostituierte zu arbeiten. Im Etablissement von Madame Anaïs kann sie ihren erotischen Vorlieben freien Lauf lassen, ohne dass ihr Mann etwas davon weiß. Alles geht gut, bis Henri Husson, ein Freund ihres Mannes, Séverine in dem Bordell entdeckt. Jetzt weiß sie nicht mehr, wie sie unbeschadet aus der Angelegenheit herauskommt. Außerdem ist Marcel, ein Kunde des Bordells, so vernarrt in sie, dass er alles dafür tut, um Séverine dauerhaft für sich zu gewinnen…

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So. 03.09., 13:30
So. 10.09., 13:30

IM INNEREN KREIS

Von Hannes Obens, und Claudia Morar, Deutschland 2017, 86 Min.

In den vergangenen Jahren flogen mehrere verdeckte Ermittlerinnen auf, die in Hamburg jahrelang in der linken Szene und rund um die „Rote Flora“ aktiv waren. In der Dokumentation wird aus unterschiedlichen Perspektiven darüber geredet. Dabei kommen sowohl Menschen zu Wort, die damals überwacht wurden, als auch diejenigen, die für den Einsatz der Ermittler zuständig waren.

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Mi. 06.09., 18:00

ON THE MILKY ROAD - NA MLECNOM PUTU

(serbische OmU)

Von Emir Kusturica, Serbien / Großbritannien / USA 2016, 125 Min.
Mit Emir Kusturica, Monica Belluci, Sloboda Micalovic

Milchmann Kostja geht auch in Kriegszeiten seinem Geschäft nach: Jeden Tag überquert er auf seinem Esel die feindlichen Linien der beiden Bürgerkriegsparteien und setzt sein Leben aufs Spiel, um den Soldaten Milch zu verkaufen. Mit viel Glück kehrt er immer wieder gesund nach Hause zurück, wo ihn seine zukünftige Frau, die hübsche Dorfbewohnerin Milena, erwartet. Doch das Schicksal durchkreuzt Kostjas Pläne für eine friedvolle und ereignislose Zukunft, als es ihn mit einer mysteriösen, aber bereits vergebenen Italienerin zusammenführt, in die er sich unsterblich verliebt. Es ist der Beginn einer leidenschaftlichen und verbotenen Liebe, denn auch ein äußerst eifersüchtiger General ist der Schönen verfallen und nur eine abenteuerliche und gefährliche Flucht ermöglicht es Kostja und seiner Angebeteten, zusammen zu sein.

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Do. 07.09. bis Mi. 13.09., 17:45
So. 17.09., 13:30
So. 24.09., 13:30

UNA MUJER FANTÁSTICA – EINE PHANTASTISCHE FRAU

(spanische OmU)

Von Sebastián Lelio, Chile / Deutschland / Spanien / USA 2016, 104 Min.
Mit Daniela Vega, Francisco Reyes, Luis Gnecco

Die Kellnerin und Hobby-Sängerin Marina lebt mit dem 20 Jahre älteren, wohlhabenden Orlando zusammen. Für Marina hat er seine Familie verlassen und die beiden planen eine gemeinsame Zukunft. Doch nach einer ausgelassenen Geburtstagsfeier schlägt das Schicksal zu: Orlando fühlt sich erst unwohl, reagiert dann nicht mehr, und nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus können die Ärzte nur noch seinen Tod feststellen. Für Marina bricht eine Welt zusammen, doch in ihrer Trauer sieht sie sich schlimmen Anfeindungen ausgesetzt: Orlandos Familie will die Transfrau nicht in ihren Reihen akzeptieren, ihr gar die Teilnahme an der Beerdigung verbieten. Es wird ihr sogar unterstellt, Mitschuld an Orlandos Tod zu sein und sie soll aus der gemeinsam mit ihrem Partner bewohnten Wohnung ausziehen. Verzweifelt kämpft Marina um die Anerkennung ihrer Liebe und ihrer Trauer.

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Do. 07.09. bis Di. 12.09., 20:00
Do. 14.09. bis Fr. 15.09., 20:00
Sa. 16.09., 18:00
So. 17.09. bis Di. 19.09., 20:00

ERASERHEAD

(englische OmU)

Von David Lynch, USA 1977, 89 Min.
Mit Jack Nance, Charlotte Stewart, Allen Joseph

Der gutmütige, aber naive Drucker Henry Spencer gerät in einen Albtraum, als er in seiner trostlosen und von Industrie geprägten Heimat davon erfährt, dass seine Ex-Freundin Mary nach enorm kurzer Schwangerschaft ein Kind zur Welt gebracht hat. Durch die Schwangerschaft ist das Kind entstellt und missgebildet, mehr fremdartiges Wesen als Mensch. Trotzdem nehmen es Henry und Mary auf sich, das Kind großzuziehen. Doch Mary ist dem Druck nicht gewachsen. Sie läuft davon und lässt Henry mit dem unheimlichen Nachwuchs alleine. Als auch Henry zunehmend mit der Situation überfordert ist, droht ihm der mentale Zusammenbruch. Immer häufiger verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Vorstellung, schleichen sich immense Halluzinationen in seinen Alltag ein. Das Leben mit dem Kind wird für ihn zur Qual, bis er nur noch einen Ausweg sieht...

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Fr. 08.09., 24:00

THE END OF MEAT – EINE WELT OHNE FLEISCH

(teilweise englische OmU)

Von Marc Pierschel, Deutschland 2017, 96 Min.

Am Sa. 16.09. in Anwesenheit von Regisseur Marc Pierschel

In seiner Dokumentation „The End Of Meat” beschäftigt sich Regisseur Marc Pierschel mit der Frage, wie eine Gesellschaft ohne Fleischverzehr und der damit einhergehenden Ausbeutung von Tieren aussehen könnte. Dazu interviewt Pierschel Philosophen, Wissenschaftler, Künstler und Aktivisten und gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Ideen und Vorschläge darzulegen. Er trifft zwei Kanadier, die mit einem Hausschwein leben, trifft die Pioniere der veganen Revolution in Deutschland und reist in die erste vegetarische Stadt Indiens. Außerdem beschäftigt Pierschel sich mit einer Reihe Fragen, die geklärt werden müssen, bevor eine fleischfreie Gesellschaft Realität werden kann: Was tun mit den vielen Millionen Nutztieren, die auf der Welt leben? Wie wird künstliches Fleisch hergestellt? Wovon soll sich die Menschheit ernähren, wenn Fleisch als Lebensmittel wegfällt? Und wie hängen Ausbeutung und Unterdrückung von Tieren mit der Ausbeutung und Unterdrückung von Menschen zusammen?

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Do. 14.09. bis Fr. 15.09., 18:00
Sa. 16.09., 20:00
So. 17.09. bis Di. 26.09., 18:00

REVOLUTION OF SOUND. TANGERINE DREAM

Von Margarete Kreuzer, Deutschland 2017, 86 Min.

Dokumentation über die Band Tangerine Dream und deren Frontmann Edgar Froese, der im Januar 2015 überraschend verstarb. Froese war einer der Pioniere der elektronischen Musik, der auf der Suche nach neuen und besseren Sounds mit den verschiedensten Geräuschen und Klängen experimentierte und für Filme von Regisseuren wie Michael Mann oder Kathryn Bigelow außergewöhnliche Soundtracks komponierte. Für ihre Dokumentation „Revolution Of Sound. Tangerine Dream“ stand der Regisseurin Margarete Kreuzer von Froese gedrehtes Bildmaterial zur Verfügung, das die Band bei Auftritten auf der ganzen Welt hinter den Kulissen zeigt, aber auch bei Fotoshootings und anderen Aktivitäten. Zusammen mit anderen privaten Aufzeichnungen und Interviews mit Froeses Ehefrau Bianca Froese Acquaye, den übrigen Bandmitgliedern und Wegbegleitern ergibt sich so ein Porträt nicht nur von Froese, sondern von der gesamten Band.

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Do. 14.09. bis Fr. 15.09., 22:00
Sa. 16.09., 22:15
So. 17.09. bis Di. 19.09., 22:00

HOLZKIRCHEN IN RUMÄNIEN – BISERICI DE LEMN DIN ROMANIA

(rumänische OmU)

Dokumentarfilm von Kiki Vasilescu, Rumänien 2016, 50 Min.

In einzigartigen Luft- und Detailaufnahmen vermittelt sich die jahrhundertealte Bautradition der Holzkirchen in den waldreichen Bergen Rumäniens. Sie sind Zeugnisse einer bäuerlichen Handwerkskunst, die komplett auf Holz basiert (selbst die Nägel). Der Film zeigt die Ursprünge und Entwicklung dieser außergewöhnlichen Architektur und ihrer Innengestaltung, ihren Malereien und dekorativen Schnitzereien. Er verknüpft sie außerdem mit dem heutigen Leben in den umliegenden Ortschaften.

In Anwesenheit von  Kiki Vasilescu und Produzentin Cristina Iordache. In Kooperation mit CROM – Rumänische Gemeinde Rhein-Main e.V.

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Sa. 16.09., 14:00

HERZSTEIN – HJARTASTEINN

(isländische OmU)

Von Gudmundur Arnar Gudmundsson, Island / Dänemark 2017, 129 Min.
Mit Baldur Einarsson, Blær Hinriksson, Søren Malling

Thor und Kristján leben in Borgarfjörður Eystri, einem abgelegenen Fischerdörfchen in Island, und sind beste Freunde. Weil Zuhause meistens dicke Luft herrscht - Thor muss sich mit seinen älteren Schwestern herumärgern, Kristján mit seinem ständig betrunkenen Vater - sind die Jungs am liebsten draußen unterwegs. Sie vertreiben sich die Zeit beim Fischefangen und beim Rumhängen auf dem Schrottplatz. Als sich Thor in die hübsche Beta verknallt, hilft Kristján ihm natürlich, dem Mädchen näher zu kommen. Doch allmählich muss sich Kristján eingestehen, dass seine Zuneigung zu Thor mehr als nur Freundschaft ist. In dem kleinen Dorf, in dem nichts lange geheim bleibt und Schwulsein noch etwas Ungeheuerliches hat, stellt das die Beziehung der beiden Jungs auf eine harte Probe...

Der isländische Regisseur Guðmundur Arnar Guðmundsson wurde für seine Kurzfilme weltweit auf Festivals gefeiert und mit über 50 Preisen ausgezeichnet. In seinem Langfilmdebüt HERZSTEIN erzählt er von der innigen Kameradschaft zweier Jungen und vom sexuellen Erwachen, das die Freunde in unterschiedliche Richtungen führt. Die Weite der isländischen Natur, die der norwegische Kameramann Sturla Brandth Grøvlen ("Victoria") mit atemberaubenden Bildern einfängt, ist ein Fluchtraum für die Jugendlichen vor der reglementierten Welt der Erwachsenen, aber auch ein Abbild von Kristjáns Isolation. Für sein vielschichtiges Porträt einer unbändigen und zugleich schwer verletzlichen Freundschaft wurde Guðmundsson in Venedig mit dem Queer Lion geehrt.

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Mi. 20.09., 20:00

MR. LONG

Von SABU, Japan / Taiwan / Hongkong / Deutschland 2017, 128 Min.
Mit Chang Chen, Yi Ti Yao, Run-yin Bai

Nachdem er seinen letzten Job in den Sand gesetzt hat, strandet der taiwanesische Auftragskiller Mr. Long in einer japanischen Vorstadt, wo ihm nur noch fünf Tage bleiben, um das Geld für seine Heimreise zusammenzukratzen. Hilfe erhält er aus ungeahnter Richtung: Der kleine Jun ist begeistert von den Kochkünsten des Fremden und weicht bald nicht mehr von dessen Seite – und auch alle anderen Bewohner des Städtchens können Longs kulinarischen Künsten nicht widerstehen, inklusive Juns Mutter Lily, die Prostituierte war und Junkie. Man stellt dem Neuen eine fahrbare Garküche zur Verfügung, damit er genug Kunden mit chinesischen Spezialitäten beglücken kann. Doch als seine Spur aufgenommen wird, dauert es nicht lange, bis sich Mr. Long wohl oder übel seiner Vergangenheit stellen muss…

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Mi. 20.09., 22:00
Mi. 27.09., 22:15

KÖRPER UND SEELE – A TESTRÖL ÉS LÉLEKRÖL

(ungarische OmU)

Von Ildiko Envedi, Ungarn 2016, 116 Min.
Mit Alexandra Borbély, Morcsányi, Géza, Zoltán Schneider

Ein Schlachthaus in Budapest: Mária ist neu hier – und als Qualitätskontrolleurin wird sie nicht sonderlich nett empfangen, zumal sie autistisch ist und sich deswegen besonders stark daran hält, was in ihrem Handbuch steht. Fast alle Kollegen meiden Mária, aber immerhin mit dem Finanzchef Endre, der halbseitig gelähmt ist, versteht sie sich. Die beiden bauen ein besonderes Verhältnis zueinander auf, das sogar noch viel außergewöhnlicher ist, als es zunächst den Anschein hat. Nachdem ein für die Rinderzüchtung vorgesehenes Präparat geklaut wird, das die Tierlibido steigert, werden alle Angestellten des Schlachthauses zu einem psychologischen Test verpflichtet. Das Ergebnis der Untersuchung belegt die spezielle Verbindung von Mária und Endre: Wie es aussieht, haben die zwei Kollegen jede Nacht beide denselben Traum. Sie träumen, dass sie Hirsche sind, die einander in einem verschneiten Wald treffen…

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Do. 21.09. bis Mi. 27.09., 20:00

BLIND UND HÄSSLICH

Von Tom Lass, Deutschland 2017, 100 Min.
Mit Tom Lass, Naomie Achternbusch, Eva Löbau

Ferdi glaubt, dass er hässlich ist. Die deprimierende Selbsteinschätzung macht ihn auch deswegen fertig, weil er eine Freundin möchte. Als er Jona trifft, wittert er seine Chance, die junge Frau trotz seiner angeblichen Hässlichkeit rumzukriegen – denn Jona ist blind. Plötzlich keimt etwas in Ferdi, das er nicht mehr für möglich hielt: Hoffnung. Doch er weiß nicht, dass Jona nur so tut, als sei sie blind. Sie hatte keinen Bock mehr aufs Abitur, ist von zuhause weggelaufen und mangels Alternativen bei ihrer Cousine Cecile im Blindenwohnheim untergekommen. Wie lange wird es dauern, bis der Betrug auffliegt? Wenn Ferdi herausfindet, dass ihn Jona angelogen hat und ihn sehen kann, was tut er dann? Macht Liebe blind?

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Do. 21.09. bis Di. 26.09., 22:15
Mi. 27.09., 18:00