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AB 30.05.2019

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

OKKO’S INN - WAKAOKAMI WA SHOGAKUSEI!

(deutsche Fassung)

Von Kitaro KOSAKA Japan 2018, 92 Min., FSK 6

Weil die kleine Okko ihre Eltern bei einem Autounfall verloren hat, zieht sie aufs Land zu ihrer Großmutter. Diese betreibt eine kleine Pension, die Okko einmal übernehmen soll. Nach ihrer Ankunft findet Okko schnell neue Freund*innen, die seltsamerweise jedoch nur sie selbst sehen kann… Durch die Augen eines Kindes beschreibt Kitaro KOSAKA schwierige Themen wie Tod und Trauer und hat dabei doch einen lustigen und herzerwärmenden Familienfilm auf die Leinwand gebracht. OKKO’S INN wird nicht nur Kindern gefallen: Auch Erwachsene können sich in der Geschichte und vor allem in den facettenreichen Charakteren wiederfinden.

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Do. 30.05., 15:30

THICKER THAN WATER - KENEN

(japanische OmeU)

Von Keisuke YOSHIDA Japan 2018, 103 Min., FSK 12

Hass und Liebe liegen nah beieinander, und bei Geschwistern ist dieser Grat besonders schmal, wie die neue Hit-Komödie um zwei unterschiedliche Geschwisterpaare eindrucksvoll unter Beweis stellt. Takuji nistet sich nach abgesessener Gefängnisstrafe bei seinem hart arbeitenden Bruder Kazunari ein. Zeitgleich hadert die patente und zuverlässige, aber wenig charmante Yuria mit dem Erfolg ihrer ungleich attraktiveren Schwester Mako. Als sich die Wege der Geschwisterpaare kreuzen, sorgt das für eine explosive Mischung mit zahlreichen Irrungen und Wirrungen. Mit perfektem Timing zündet Keisuke YOSHIDA in seinem neuesten Film ein genau beobachtetes komisches Feuerwerk.

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Do. 30.05., 17:30

AND YOUR BIRD CAN SING - KIMI NO TORI WA UTAERU

(japanische OmeU)

Von Sho MIYAKE Japan 2018, 106 Min., FSK 12

Ein junger Mann hält sich mit seiner Arbeit in einem kleinen Buchladen in Hakodate über Wasser. Als er sich in seine Kollegin Sachiko verliebt, beginnt er, mit ihr und seinem Mitbewohner Shizuo durch Clubs zu driften – wohl wissend, dass die Ménage-à-trois, die sich zwischen ihnen entwickelt, den Sommer nicht überdauern wird. Sho MIYAKEs visuell überwältigende Adaption eines Romans von Yasushi SATO, die bereits auf der Berlinale gefeiert wurde, ist das melancholische Porträt einer Generation von jungen Erwachsenen, die stets im Hier und Jetzt leben – mit der atmosphärischsten Clubszene, die je auf Film gebannt wurde.

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Do. 30.05., 19:45

ROOM LAUNDERING

(japanische OmeU)

Von Kenji KATAGIRI Japan 2018, 109 Min.,

Deutschlandpremiere in Anwesenheit des Darstellers Kiyohiko SHIBUKAWA
Die junge Miko verlor früh ihre Eltern und wurde von ihrem zwielichtigen, aber gutherzigen Onkel Goro großgezogen. Sie besitzt die Gabe, Geister zu sehen und mit ihnen zu sprechen. Dieses Talent nutzt Goro, um mit Mikos Hilfe Apartments „reinzuwaschen“, in denen ein Mord oder Selbstmord begangen wurde – in Japan müssen nämlich die unmittelbaren Nachmieter über solche Vorkommnisse unterrichtet werden. Kenji KATAGIRIs ideenreicher Debütfilm ist gekonnt inszeniert und hält auf gelungene Weise das Gleichgewicht zwischen lustigen und ernsten Tönen. Neben erfahrenen Schauspielkollegen wie Joe ODAGIRI und Kiyohiko SHIBUKAWA glänzt die junge Elaiza IKEDA in der Hauptrolle.

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Do. 30.05., 22:30

IT’S BORING HERE, PICK ME UP - KOKO WA TAIKUTSU MUKAE NI KITE

(japanische OmeU)

Von Ryuichi HIROKI Japan 2018, 98 Min., FSK 12

Über einen Zeitraum von zehn Jahren folgt der sensibel beobachtende Film einer Gruppe junger Menschen in der Präfektur Toyama bei ihrem Versuch, im Leben und in der Gesellschaft Fuß zu fassen. Regisseur Ryuichi HIROKI erzählt mithilfe einer verschachtelten, aber niemals unübersichtlichen Struktur, einer schwerelos gleitenden Kamera und einer ausgesuchten Bild- und Farbkomposition ungemein klug von selektiver Erinnerung, falscher Nostalgie und davon, wie schwer es ist, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Detailfreude in den Dialogen und Figurenzeichnungen sowie in der Ausstattung runden das vielschichtige Generationenporträt ab.

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Fr. 31.05., 17:00

PENGUIN HIGHWAY

(japanische OmU)

Von Hiroyasu ISHIDA Japan 2018, 118 Min., FSK 12

Deutschlandpremiere in Anwesenheit des Regisseurs

Aufgeweckt, wissbegierig und etwas eigensinnig – das ist Aoyama. Er geht in die vierte Klasse und zählt die Tage bis zum Erwachsenwerden: noch 3888! Bis dahin kritzelt er das Periodensystem, weibliche Brüste und Pinguine in sein Notizbuch. Plötzlich taucht eine ganze Pinguinkolonie in seiner verschlafenen Nachbarschaft auf und Aoyama muss sofort herausfinden, woher die watschelnden Kreaturen kommen. Basierend auf dem Roman von Tomihiko MORIMI erzählt Hiroyasu ISHIDAs Film eine ungewöhnliche Coming-of-Age-Story in leuchtenden Pastellfarben. Bei NIPPON CONNECTION zeigen wir auch eine Auswahl seiner Kurzfilme.

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Fr. 31.05., 19:30

DAWN WIND IN MY PONCHO - PONCHO NI YOAKE NO KAZE HARAMASETE

(japanische OmeU)

Von Satoru HIROHARA Japan 2017, 90 Min., FSK 12

Europapremiere in Anwesenheit des Regisseurs

In einem Toyota Celsior machen sich Matahachi, Jin und Jumbo auf eine Reise. Weder das Auto noch die Freunde werden nach ihrer Rückkehr dieselben sein. Es ist ein letzter gemeinsamer Roadtrip, bevor die drei getrennte Wege gehen. Unterwegs mischen sich Abenteuerlust und absurde Komik mit Fragen nach Identität und Zukunft. Filmisch greift Satoru HIROHARA die Perspektive seiner Protagonisten immer wieder auf, indem er epische Landschaftsaufnahmen mit Videomaterial mischt, das mit dem Smartphone gedreht wurde.

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Fr. 31.05., 22:30

LIZ AND THE BLUE BIRD - RIZU TO AOI TORI

(japanische OmeU)

Von Naoko YAMADA Japan 2018, 90 Min.,

Mizore ist im letzten Jahr der Highschool und muss sich entscheiden, wie ihr weiterer Lebensweg aussehen soll. Seit der ersten Klasse hat sie sich immer an ihre Mitschülerin Nozomi gehalten, die sie auch dazu bewegt hat, dem Musikklub der Schule beizutreten. Dort studieren sie für einen Musikwettbewerb das Stück „Liz And The Blue Bird“ ein, das auf einem Märchen beruht. Während der Proben erkennen die Mädchen, dass sie nicht nur ihr Talent, sondern auch ihre Freundschaft unter Beweis stellen müssen. Naoko YAMADAs vierter Langfilm nach der Manga-Vorlage der „Sound! Euphonium“-Reihe besticht durch seine aufwendige Animation im Aquarell-Stil und nuancierte Figuren.

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Sa. 01.06., 14:00

ANOTHER WORLD - HANSEKAI

(japanische OmeU)

Von Junji SAKAMOTO Japan 2018, 119 Min., FSK 16

Ko ist Ende 30 und lebt mit seiner Frau und seinem pubertierenden Sohn auf dem Land. Die Köhlerei, die er von seinem Vater übernommen hat, läuft nicht besonders gut. Auch Mitsuhiko ist in seinem Heimatort geblieben und betreibt ein lokales Autohaus. Eines Tages kommt ihr gemeinsamer Jugendfreund Eisuke nach einem langen Militäreinsatz im Ausland in die Heimat zurück. Die Wiedervereinigung der drei Freunde lässt schöne, aber auch schmerzliche Erinnerungen aufkommen. Das von Junji SAKAMOTO sensibel inszenierte Drama gewann beim Tokyo International Film Festival 2018 den Publikumspreis.

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Sa. 01.06., 17:45

LOVE AT LEAST - IKITERU DAKE DE, AI

(japanische OmeU)

Von Kosai SEKINE Japan 2018, 109 Min.,

Yasuko ist eine „Hikikomori“: Unter Depressionen und Hypersomnie leidend, schließt sie sich in ihrer Wohnung ein und wagt sich nur selten in die Außenwelt. Ihre einzige Stütze ist ihr verständnisvoller Freund Tsunaki, der für sie sorgt. Als jedoch dessen Exfreundin den Entschluss fasst, ihn zurückzugewinnen, gerät Yasukos instabile Welt endgültig ins Wanken. In hochästhetischen 16mm-Bildern gefilmt, nähert sich Kosai SEKINE in seinem Spielfilmdebüt dem Thema Depression auf einfühlsame und authentische Weise – auch dank einer brillanten Leistung von Hauptdarstellerin Shuri.

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Sa. 01.06., 20:15

HARD-CORE

(japanische OmeU)

Von Nobuhiro YAMASHITA Japan 2018, 124 Min., FSK 12

Nichtsnutz Ukon hat sein Herz zwar am rechten Fleck, neigt aber zu gewalttätigen Ausbrüchen. Zusammen mit seinem schweigsamen Freund Ushiyama arbeitet er gelegentlich für den nationalistischen Aktivisten Kaneshiro. In einer verlassenen Mine sollen sie für ihn nach einem Goldschatz suchen. Eines Tages entdeckt Ushiyama einen alten Roboter. „Robo“ wird von nun an treuer Begleiter der beiden Freunde und hilft ihnen aus manch misslicher Lage. Regisseur Nobuhiro YAMASHITA beweist in dieser Adaption des gleichnamigen Kultmangas wieder seinen Sinn für trockenen Humor und seine Liebe zu gesellschaftlichen Außenseitern.

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Sa. 01.06., 22:45

MEIN HERZ – NIEMANDEM!

Von Helma Sanders-Brahms, Deutschland 1997 103 Min. 35mm
Mit Lena Stolze, Thomas Ruffer, Cornelius Obonya

Anlässlich des Jerusalem-Tages - Yom Jerushalaym. In Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und dem Filmhaus Frankfurt. Im Anschluss Filmgespräch mit Eva-Maria Schulz-Jander, Kassel. Moderation Alia Pagin

Helma Sanders-Brahms erzählt die Geschichte des Liebespaares Else Lasker-Schüler und Gottfried Benn von ihrer Kindheit an bis zum Ende Nazi-Deutschlands. Die Liebe zwischen der Jüdin, die sich bald der Verfolgung ausgesetzt sieht, und dem Protestanten, der von den Nazis fasziniert sein wird, lebt dabei vor allem durch die Texte von Lasker-Schüler und Benn, die viel Raum in diesem Film einnehmen. "Die Gedichte", so Helma Sanders-Brahms, "sind das Wichtigste, es geht um diese Gedichte, um diesen Gedicht-Dialog vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte."

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So. 02.06., 11:00

FLY ME TO THE SAITAMA - TONDE SAITAMA

(japanische OmeU)

Von Hideki TAKEUCHI Japan 2019, 107 Min.,

Romeo und Julia auf Speed und mit bonbonbuntem Zuckerguss: Hier kommt der neueste Komödienhit von Hideki TAKEUCHI. Momomi (Fumi NIKAIDO) ist Sohn des Gouverneurs von Tokio, sieht wie ein Mädchen aus und verliebt sich in den mysteriösen Rei (Gackt). Dieser kommt allerdings aus der übel beleumundeten Präfektur Saitama. Bald muss sich Momomi zwischen seiner Familie und Rei entscheiden. Der japanische Publikumsliebling des Jahres ist eine aufwändige und rasant inszenierte Mangaverfilmung mit großen Gefühlen, Actionszenen und perfekt getimten Gags.

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So. 02.06., 14:00

INUYASHIKI

(japanische OmeU)

Von Shinsuke SATO Japan 2018, 126 Min., FSK 16

Der 58-jährige Familienvater Inuyashiki überlebt eines Nachts zusammen mit dem High-School-Schüler Shishigami eine mysteriöse Explosion. Beide stellen danach fest, dass ihre Körper zu Maschinen mit übermenschlichen Kräften mutiert sind. Während der Familienvater seine neu gewonnenen Superheldenfähigkeiten zum Wohle der Menschen einsetzt, führt Shishigami einen blutigen Rachefeldzug durch Tokio. INUYASHIKI ist die actionreiche Umsetzung des gleichnamigen Mangas von Hiroya OKU. Regisseur Shinsuke SATO zeichnet dabei das grimmige Bild einer Gesellschaft von Individuen ohne Sinn für Solidarität.

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So. 02.06., 17:45

WE ARE LITTLE ZOMBIES

(japanische OmeU)

Von Makoto NAGAHISA Japan 2019, 120 Min., FSK 12

Die Asche ihrer Eltern steigt aus dem Krematorium auf, an dem Tag, als sich vier 13-Jährige kennenlernen. Die Schicksalsschläge, die sie zu Waisen gemacht haben, sind höchst unterschiedlich, aber in einem sind sie geeint – niemand von ihnen ist in der Lage, zu weinen. Aus einer Prämisse, die in anderen Händen wohl ein tränenreiches Drama geworden wäre, hat Regiedebütant Makoto NAGAHISA eine anarchische Komödie gedreht, die gleichermaßen visueller Fiebertraum ist. Die unzähligen popkulturellen Verweise aus Filmen, Videospielen und J-Pop fangen die zerstörte Welt der jugendlichen Protagonist*innen kongenial ein.

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So. 02.06., 20:15

KILLING - ZAN

(japanische OmeU)

Von Shinya TSUKAMOTO, Japan 2018, 80 Min.,

Der herrenlose Samurai Mokunoshin lebt und arbeitet auf einem Bauernhof. In seiner Freizeit trainiert er Ichisuke, den Sohn der Familie, in der Kunst des Schwertkampfs. Eines Tages taucht der ältere Samurai Sawamura (Shinya TSUKAMOTO) auf, um Mitstreiter für einen bevorstehenden Bürgerkrieg zu gewinnen. Der erste Samurai-Film von NIPPON HONOR AWARD Preisträger Shinya TSUKAMOTO feierte seine Weltpremiere bei den Filmfestspielen in Venedig und folgt einer stetigen Abwärtsspirale, bis er einem fiebrigen Alptraum gleicht. Mit seiner konsequenten Dekonstruktion des traditionellen Samurai-Kodex übt er scharfe Kritik an der Idee von „ehrenwerter“ Gewalt.

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So. 02.06., 22:30

THE ARTIST AND THE PERVERT

(englische OmU)

Von Beatrice Behn und René Gebhardt, Deutschland 2018, 92 Min.

In New York lebt Georg Friedrich-Haas zusammen mit seiner Frau Mollena Williams-Haas. Über 40 Jahre suchten sie nach dem richtigen Partner, ehe die beiden auf einem Online-Datingportal fündig wurden. Seit einer ersten stürmischen Verabredung sind der renommierte Komponist und die Sexualpädagogin, Autorin und Performerin nun ein Paar. Sie leben in einer glücklichen BDSM-Beziehung, in der Georg und Mollena sogar in der New York Times öffentlich gesprochen haben. So beschreibt das Paar, wie Mollena 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche für Georg als "Sklavin" und Muse zur Verfügung steht, während er ihr Meister ist. Doch nicht nur das macht die beiden zu einem ungewöhnlichen Paar. Mollena ist Nachfahrin afrikanischer Sklaven und Georg das Kind einer Nazi-Familie. Sie wuchs in ärmlichen Verhältnissen in New York auf, er in 1.000 Metern Höhe auf einem Berg in Montafon, Österreich. Georg ist also ein weißer Europäer, Mollena Afroamerikanerin. Seit sich sie beiden öffentlich zu ihrem Lebensstil bekannten, erfuhren sie sehr viel Zuspruch, aber auch Ablehnung. Denn wie kann sich Georg als Feminist bezeichnen, gleichzeitig aber seine Frau dominieren? Und wie kann sich eine schwarze Frau freiwillig in die Rolle einer Sklavin begeben? Der Dokumentarfilm von Beatrice Behn und René Gebhardt lässt Freunde und Kollegen von Georg und Mollena, aber auch das Paar selbst zu Wort kommen. Dabei sprechen sie über ihre Herkunft und den schwierigen Weg zu Selbstakzeptanz.

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Mo. 03.06. bis Di. 04.06., 18:00
Mi. 05.06., 22:00

HIGH LIFE

(englische OmU)

Von Claire Denis, Frankreich / Deutschland / Großbritannien / Polen 2018, 113 Min.
Mit Robert Pattinson, Juliette Binoche, André Benjamin

In den Tiefen des Weltalls, weit entfernt von unserem Sonnensystem leben Monte und seine kleine Tochter Willow gemeinsam auf einem ramponierten Raumschiff. Vor einiger Zeit bestand die Besatzung des Raumschiffs noch aus vielen anderen verurteilten Schwerverbrechern, die sich mit der gefährlichen Mission von ihren Strafen freikauften. Mit Experimenten wurden sie von der wahnsinnigen Reproduktionswissenschaftlerin Dibs gequält, bei denen bis auf Monte und Willow alle ums Leben kamen. Monte ist ein stiller Mann, der sich eine harte Selbstdisziplin auferlegt hat. Doch wenn er mit seiner Tochter zusammen ist, wird aus ihm ein zärtlicher Mann. Nun sind die beiden die letzten Überlebenden der Crew und nähern sich in völliger Isolation ihrem letzten unausweichlichen Ziel: Einem schwarzen Loch und damit auch dem Ende von Zeit und Raum.

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Mo. 03.06. bis Di. 04.06., 19:45
Do. 06.06. bis Mi. 12.06., 19:45

THE WILD BOYS - LES GARÇONS SAUVAGES

(französische OmU)

Von Bertrand Mandico, Frankreich 2017, 110 Min.
Mit Vimala Pons, Anael Snoek, Pauline Lorillard

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begehen fünf Jungs aus gutem Hause, die dem Okkulten huldigen, ein scheußliches Verbrechen. Ein niederländischer Kapitän soll ihnen auf seinem Kahn Zucht und Ordnung beibringen. Doch die  Matrosen meutern und stranden auf einer mysteriösen Insel voller bizarrer Gewächse. Ein Filmwunder, frei nach William S. Burroughs, voll schillernder Farben und Blüten, voll Gleichmut und erotischer Faulheit.

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Mo. 03.06. bis Di. 04.06., 22:00

MORITZ DANIEL OPPENHEIM – THE FIRST JEWISH PAINTER

Von Isabel Gathof, Deutschland 2017, 101 Min.

Im Juli 2015 setzt die Stadt Hanau einem ihrer bekanntesten Bürger ein Denkmal: Moritz Daniel Oppenheim. Wer war der „erste jüdische Maler des 19. Jahrhunderts“, geboren 1800 in Hanau, der bis heute als einer der visionärsten Künstler seiner Zeit gilt?
Die selbst aus Hanau stammende Regisseurin Isabel Gathof zeichnet den Lebensweg eines Künstlers nach, der stets den interkonfessionellen Dialog suchte und sich dabei sowohl zu seiner jüdischen als auch seiner deutschen Herkunft bekannte. Welche herausragende Position Oppenheim damit einnahm, wird in Gesprächen mit Historikern und Nachfahren deutlich. Gleichzeitig begleitet der Film mit eindrucksvollen, metaphorisch anmutenden Aufnahmen den Entstehungsprozess des Hanauer Oppenheim-Denkmals.
Isabell Gathof, die wie Oppenheim in Hanau geboren wurde, arbeitete für die Filmmusik mit der Neuen Philharmonie Frankfurt zusammen. Der Film erhielt 2017 eine Nominierung für den Hessischen Film- und Kinopreis in der Sparte Dokumentarfilm. Die Deutsche Film- und Medienbewertung verlieh ihm das „Prädikat Wertvoll“.

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Mi. 05.06., 18:00

IO, LA MIA FAMIGLIA ROM E WOODY ALLEN (ICH, MEINE ROMA-FAMILIE UND WOODY ALLEN)

(OmeU)

Von Laura Halilovi?, Italien 2009, Beta SP, 50 min,

Anschließend Gespräch mit Galya Stoyanova (Fotografin, Filmemacherin, Aktivistin), Moderation Gaby Babi? (Kinothek Asta Nielsen)

„Ich bin in Italien geboren, ich habe einen italienischen Personalausweis und einen bosnischen Reisepass. Aber meine Identität ist eine andere: Ich bin Romni.“ Laura Halilovi? beschreibt in ihrem Debütfilm die Geschichte, Träume und den Alltag ihrer Familie: Ihre Eltern haben einen Teil ihres Lebens zwischen Italien und Jugoslawien pendelnd verbracht. Das Leben im Wohnwagen haben sie aufgegeben und wohnen seit zehn Jahren in einer Mietwohnung in Norditalien; ein Teil der Verwandtschaft versucht weiterhin, in einer Wohnwagensiedlungen zu leben, errichtet auf einem gekauften Stück Land. Doch die lokalen Behörden gehen repressiv gegen die Siedlung vor.
Halilovi? erzählt mit Videoaufnahmen und Fotografien aus dem Familienarchiv sowie aktuellen Interviews eine Coming-of-Age-Geschichte zwischen rassistischer Ablehnung und unbeschwertem Alltag, zwischen Tradition und dem Wunsch nach einem eigenen Weg.

PAGES OF MY BOOK (SEITEN MEINES BUCHES) (OmeU)
Von Galya Stoyanova, Ungarn 2013, DCP, 7 min,

Die bulgarische Romni Galya Stoyanova äußert in diesem Kurzfilm ihre tiefsten Unsicherheiten, Ängste und Hoffnungen durch die kraftvolle, aber oberflächliche Darstellung, wie andere uns, die Rom*nja, wahrnehmen. Am Ende überwiegt die Selbstakzeptanz der Kultur, der Vielfalt und der einen Sache, die wir nicht ändern können – unsere Herkunft.

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Mi. 05.06., 20:00

RAMEN SHOP – RAMEN TEH

(OmU: japanisch / hochchinesisch / englisch)

Von Eric Khoo, Japan / Singapur / Frankreich 2018, 90 Min.
Mit Takumi Saitoh, Jeanette Aw Ee-Ping, Mark Lee

Der junge Masato lebt in der japanischen Stadt Takasaki und beherrscht als Koch in einer traditionellen japanischen Suppenküche ein beneidenswertes Handwerk. Seine besondere Spezialität ist die Ramen-Nudel-Suppe. Als jedoch sein Vater unerwartet verstirbt, versetzt dies Masato zurück in seine Kindheit. Er findet einen Koffer, der voller Erinnerungen ist und in den Masato nun die Hintergründe der Liebesgeschichte seiner Eltern erfährt. Kurzerhand beschließt er, sich auf den Weg nach Singapur, dem Heimatland seiner Mutter, die starb, als Masato zehn Jahre alt war, zu machen. Dort trifft er auf Miki, die einen Food-Blog betriebt und Masato dabei hilft, weitere Verwandte von ihm ausfindig zu machen. Bis es soweit ist, probiert sich Masato durch die kulinarischen Traditionen Singapurs, Japans und Chinas und lernt dabei nicht nur die Kunst des Kochens vollkommen neu kennen, sondern auch die Kunst des Beisammenseins.

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Do. 06.06. bis Di. 11.06., 18:00
Do. 13.06. bis Mi. 19.06., 17:45

WAR OF ART

(OmU: englisch, chinesisch)

Von Tommy Gulliksen, Deutschland / Norwegen 2019, 106 Min.

Nordkorea gilt als das isolierteste Land der Welt, da der Führer Kim Jong-Un die Nordkoreaner von dem Rest der Welt abschirmt. Im Frühjahr 2016 reisen dennoch zehn Künstler aus verschiedenen Ländern in die Hauptstadt Pjönjang und zeigen zehn Tage lang nordkoreanischen Künstlern ihre umstrittensten Werke und hinterfragen dabei ihre Denkweise. Ein Projekt, das der erste Schritt zum kulturellen Austausch zwischen Nordkorea und der Außenwelt sein könnte. Doch gleichzeitig könnten die nordkoreanischen Behörden das Projekt als Propagandainstrument zu nutzen. Dennoch besteht die ganz kleine Hoffnung, dass die Kunstakademie als eine Art "trojanisches Pferd" in einer Gesellschaft frei von Rebellion agieren kann. In seinem Dokumentarfilm bietet Tommy Gulliksen eine außergewöhnliche Perspektive auf die nordkoreanische Kultur.

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Do. 06.06. bis Mi. 12.06., 21:45

SUNSET OVER HOLLYWOOD

(englische OmU)

Von Uli Gaulke und Agnes-Lisa Wegner, Deutschland 2019. 101 Min.

Versteckt am Ende des legendären Mulholland Drive in Los Angeles gibt es ein Altersheim, in dem nur Menschen leben, die einmal in der Filmindustrie gearbeitet haben: Schauspieler, Produzenten, Editoren, Masken- und Kostümbildner, Ton- und Kameraleute und Regisseure verbringen dort gemeinsam ihren Lebensabend. Eine von ihnen ist Connie Sawyer, die zum Zeitpunkt der Dreharbeiten noch lebte und als die älteste noch aktivste Schauspielerin der Welt galt. In mehr als 70 Filmen spielte sie an der Seite von Größen wie Frank Sinatra, Susan Hayward und Dean Martin und ging mit ihren 105 Jahren immer noch zu Castings. Weitere Hollywood-Rentner sind unter anderem Daniel Selznick, der „Star Wars“-Mastermind George Lucas entdeckte, Regisseur Jerry Sedley Kaufmann und die Theater- und Filmschauspielerin Dena Dietrich. Bis heute sind die Filmschaffenden aktiv und machen im hauseigenen Filmstudio weiterhin Filme – unter anderem arbeiten sie an der Fortsetzung zu „Casablanca“. Uli Gaulke erzählt in seinem Dokumentarfilm von den Erinnerungen, Träumen und Hoffnungen der Ruheständler.

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So. 09.06., 12:00
So. 16.06., 12:00
So. 23.06., 12:00
So. 30.06., 12:00

PETER LINDBERGH – WOMEN’S STORIES

(OmU)

Von Jean-Michel Vecchiet, Deutschland 2019, 113 Min.

Peter Lindbergh zählt zu den bekanntesten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Wie kein Anderer schaffte er es, Supermodels wie Naomi Campbell, Linda Evangelista, Cindy Crawford und Christy Turlington aus einem völlig neuen Blickwinkel zu fotografieren. Gleichzeitig verhalf er den Laufstegschönheiten mit seinen Bildern zum Aufstieg in die A-Liga der Topmodels. In seinem Dokumentarfilm gewährt Jean-Michel Vecchiet außergewöhnliche Einblicke in Peter Lindberghs tägliche Arbeit und erzählt seine persönliche und bewegende Lebensgeschichte. Geprägt von den Spuren des 2. Weltkriegs bis zu dem Künstler und Starfotografen, der er heute ist, setzt sich das Porträt auch mit den Fragen auseinander, wie und warum man überhaupt zum Künstler wird und woher diese kreative Schaffenskraft kommt, die sich jeder Logik und Analyse widersetzt.

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So. 09.06., 14:00
So. 16.06., 14:00
So. 23.06., 14:00
So. 30.06., 14:00

„MIR IST ES EGAL, WENN WIR ALS BARBAREN IN DIE GESCHICHTE EINGEHEN“

(rumänische OmU)

Von Radu Jude, Rumänien / Frankreich / Deutschland 2018, 120 Min.
Mit Ioana Jacob, Alexandru Dabija, Alexandru Bogdan

Anschließend Filmgespräch mit Dr. Hildrun Glass, LMU München und Dr. Tanja Seider, Uni Augsburg. Moderation Dr. Margrit Frölich, Gemeinschaftswerk der evangelischen Publizistik.

Theaterregisseurin Mariana Marin arbeitet an einer Rekonstruktion des im Zuge des Holocaust erfolgten Massakers von Odessa im Jahr 1941. Sowohl ihre Fans als auch Repräsentanten der Stadt hegen ihre eigenen Vorstellungen davon, wie die Ereignisse idealerweise dargestellt werden sollten. Mariana steckt in einem Dilemma...

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Mi. 12.06., 17:15

SUNSET

(teilweise ungarische OmU)

Von László Nemes, Ungarn / Frankreich 2019, 141 Min.
Mit Juli Jakab, Vlad Ivanov, Evelin Dobos

Ungarn, im Jahr 1913: Írisz Leiter ist in einem Waisenhaus aufgewachsen, doch mit 21 Jahren bricht die junge Frau in Richtung ihrer Geburtsstadt Budapest auf, um dort eine Ausbildung zur Schneiderin zu machen. Obwohl sie anfangs abgewiesen wird, findet sie schließlich eine Anstellung in dem Hut-Geschäft Leiter, das einst ihren Eltern gehörte und mittlerweile von dem entfernten Verwandten Oszkár Brill betrieben wird, der aber nichts von seiner Verbindung zu dem Mädchen weiß. In der Stadt ist das Geschäft vor allem für seine außergewöhnlichen Kreationen bekannt, aber genau in diesem Laden, verloren die Eltern von Írisz einst ihr Leben. Von Oszkár Brill erfährt sie, dass sie einen Bruder hat, von dem sie nichts wusste, und macht sich auf die Suche nach ihm. Dabei kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur, dass sie nicht nur zu einem gewissen Kalman Leiter führt, sondern auch bis in die höchsten Kreise der österreichisch-ungarischen Gesellschaft.

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Do. 13.06. bis Di. 18.06., 19:30
Do. 20.06., 17:00
So. 23.06., 17:45

KIM HAT EINEN PENIS

Von Philipp Eichholtz, Deutschland 2019, 84 Min.
Mit Martina Schöne-Radunski, Christian Ehrlich, Stella Hilb

Frisch befördert kommt die Pilotin Kim aus der Schweiz zurück. Sie wird von ihrem Freund Andreas schon am Flughafen sehnsüchtig erwartet, denn nun soll die Beförderung auch gebührend gefeiert werden. Doch später im Bett bemerkt er, dass Kim einen Penis hat. Den hatte sie vorher nicht. Warum das so ist, möchte Kim ihrem Freund nicht sagen. Bisher war das Paar ziemlich glücklich, doch Kim wollte einfach einen Penis, nicht, weil sie ein Mann sein will, sondern einfach nur aus Neugier. Also stellte sie Andreas vor vollendete Tatsachen. Als wäre die Situation nicht schon chaotisch genug, zieht kurzerhand auch noch Anna, die beste Freundin von den beiden zu Kim und Andreas. Anna ist frisch getrennt und hat einen sehr akuten Kinderwunsch. So wird das Problem zwischen Kim und Andreas, die beide über ihre Bedürfnisse und Wünsche sprechen wollen, nicht wirklich einfacher. So stellt sich schließlich die Frage, wenn man sich zu zweit einsam fühlt, ist man dann zu dritt nicht weniger allein?

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Do. 13.06. bis Di. 18.06., 22:00

LORD OF THE TOYS

Von Pablo Ben-Yakov, Deutschland 2019, 95 Min.

Am Mi. 19.06. in Anwesenheit von Regisseur Pablo Ben-Yakov und Andre Krummel

Seit der 20-jährige Max "Adlersson" Herzberg aus Dresden beschlossen hat, sein Leben nicht mit Arbeit zu verbringen, referiert er über Messer und so ziemlich jedes andere Produkt, öffnet Fanboxen, erzählt Geschichten über sein Leben, betrinkt sich in aller Öffentlichkeit, bepöbelt andere, beleidigt Schwächere und testet so ziemlich jede Grenze aus, die er sieht. Als YouTuber kann er davon leben. Auch der Großteil seiner Freunde hat eigene Instagram- und YouTube-Kanäle. Viele davon sind ähnlich wie Max sehr erfolgreich mit ihrem Geschäftskonzept. Auch wenn sich Anzweifeln lässt, ob Max und seine Freunde gute Vorbilder sind, sind sie mit mehr als 300.000 aktiven Fans sehr erfolgreiche Influencer ihrer Generation. In seinem Dokumentarfilm begleitet Regisseur Pablo Ben Yakov einen Sommer lang Max und seine Clique und zeigt damit die erste Generation junger Erwachsener, die ein Leben ohne Internet, YouTube und Instagram nicht kennen.

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Mi. 19.06., 20:00
Mi. 03.07., 21:30

STUDIO 54 – THE DOCUMENTARY

(englische OmU)

Von Matt Tyrnauer, USA 2018, 98 Min.

Wilde Partys, Drogenexzesse und hemmungsloser Sex – der New Yorker Nachtclub Studio 54 war das leuchtende Symbol für die Exzentrik und das Lebenshochgefühl der 1970er. Mit seinen ausschweifenden Feiern zog er Weltstars wie Michael Jackson, Andy Warhol und Liza Minelli in seinen Bann. Die beiden Gründer Steve Rubell und Ian Schrager kamen aus dem Nichts als sie den Club im April 1977 mitten im Theaterviertel Manhattans eröffneten.
Zum ersten Mal erzählt Schrager nun vom Aufstieg und Niedergang des Mythos Studio 54. Regisseur Matt Tyrnauer zeichnet ein lebendiges Porträt des bekanntesten Clubs der Welt und erzählt dabei auch die Geschichte zweier Freunde, die trotz einer Reihe von Hochs und Tiefs stets zusammenhielten.
"Ein mitreißender und intimer Blick auf den großartigsten Club New Yorks." Indiewire
"Unwiderstehlich" New York Times
"Glitzert wie eine Discokugel." Time Out

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Mi. 19.06., 22:00

EINE MORALISCHE ENTSCHEIDUNG – BEDOUNE TARIKH, BEDOUNE EMZA

(Farsi OmU)

Von Vahid Jalilyand, Iran 2019, 103 Min.
Mit Navid Mohammadzadeh, Amir Aghaei, Zakieh Behbahani

Als der forensische Pathologe Dr. Kaveh Nariman in Teheran bei einem nächtlichen Autounfall ein Motorrad mit einer vierköpfigen Familie rammt und dabei den achtjährigen Sohn Amir leicht am Kopf verletzt, bietet Kaveh an, das Kind in eine nahe gelegene Klinik zu bringen, aber der Vater Moosa lehnt seine Hilfe ab. Nur das ihm angebotene Geld als Entschädigung für die entstandenen Unfallkosten nimmt er widerwillig an. Am nächsten Morgen findet Dr. Nariman in seinem Krankenhaus heraus, dass der kleine Junge nach einem verdächtigen Tod zur Obduktion gebracht wurde. Vorerst spricht Kaveh mit niemandem über sein Geheimnis. Seine Kollegin Dr. Sayeh Behbahani stellt eine Lebensmittelvergiftung als Todesursache fest. Dr. Nariman steht nun vor einem Dilemma: Ist er aufgrund des Autounfalls für den Tod von Amir verantwortlich oder starb das Kind wirklich an dem verdorbenen Fleisch, dass ihm sein Vater gab?

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Termine

Do. 20.06., 19:30
Fr. 21.06. bis So. 23.06., 20:15
Mo. 24.06. bis Mi. 26.06., 19:45

INNA DE YARD – THE SOUL OF JAMAICA

(kreolische OmU)

Von Peter Webber, Frankreich 2019, 99 Min.

Hoch über Kingston, mitten auf einem Hang steht ein Haus, das bis unter die Decke mit Schallplatten gefüllt ist. Bereits vom Garten aus kann man die Berge sehen. Jamaikas Natur ist stark und fest verankert. Zu Beginn hört man es aus dem Haus trommeln, es folgen Gitarren-Akkorde, schließlich Bass und Piano. Reggae-Rhythmen durchbrechen die idyllische Atmosphäre und verschwinden im benachbarten Gebirge. Ganz Jamaika vibriert bei der Musik, für die das Land auf der ganzen Welt gefeiert wird. Einige der legendärsten Stimmen des Reggaes versammeln sich im Garten des Hauses. Unter ihnen sind Ken Boothe, Winston McAnuff, Kiddus I, Marcia Griffiths und Cedric Myton. Sie alle kennen sich schon seit Ewigkeiten und sie alle haben zur goldenen Ära der Reggae-Bewegung beigetragen. Zusammen mit Bob Marley, Peter Tosh und Jimmy Cliff sangen sie einst in den Hinterzimmern der Ghettos. Für den Film "Inna De Yard" fanden sich die Freunde nun wieder zusammen. Sie lassen ihre alten Hits wieder aufleben, um ein noch nie da gewesenes Akustik-Album aufnehmen. Kurzerhand holen sie sich dafür auch Sänger der neuen Reggae-Generation ans Mikrofon. Voller Energie entsteht so ein Zusammenschluss aus Künstlern, die vor allem eins auszeichnet: Positive Vibes.

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Do. 20.06. bis So. 23.06., 22:15
Mo. 24.06. bis Mi. 26.06., 21:45

HAPPY LAMENTO

Von Alexander Kluge, Deutschland 2019, 90 Min.
Mit Helge Schneider, Heiner Müller, Peter Berling

Ein besonderer Musikfilm von Alexander Kluge, mit vielen unterschiedlichen Themen und Bildern: US-Präsident Trump trifft auf dem G20-Gipfel in Hamburg ein, in Manila finden Badenkämpfe statt, Helge Schneider ist als Lichtschlangenmensch auf der Bühne und Heiner Müller philosophiert über den Mond. Die am Samstag nach Kaufhausschluss liegengebliebene Waren bekommen ein Trauerlied, ein Zirkus in Russland wird dramatisch evakuiert – auf der Flucht vor deutschen Panzern rettet er 1941 seine Elefanten. Über all den Bildern schwingt das von Elvis Presley gesungene Lied „Blue Moon“.

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So. 23.06., 16:00
Mo. 24.06. bis Mi. 26.06., 18:00
So. 30.06., 16:00

MAMACITA

(spanische OmU)

Von Jose Pablo Estrada Torrescano, Deutschland / Mexiko 2019, 87 Min.

José Pablo verspricht seines extravaganten Großmutter Mamacita, einen Film über sie zu drehen, ohne zu wissen, dass dabei Geheimnisse und Lügen von fünf Generationen einer High-Society-Familie in Mexiko ans Tageslicht kommen…

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Do. 27.06. bis Mi. 03.07., 18:00

DAS MELANCHOLISCHE MÄDCHEN

Von Susanne Heinrich, Deutschland 2019, 80 Min.
Mit Marie Rathscheck, Nicolai Borger, Yann Grouhel

Das melancholische Mädchen verspricht euch: In dieser Geschichte gibt es keine Höhepunkte – denn was eine echte Melancholikerin ist, für die ist das Beste ja immer schon passiert. Stattdessen ätzt die Schriftstellerin aus dem hippen Berlin, die in ihrem aktuellen Buch einfach nicht weiterkommt, gegen alles, was anderen Menschen in der modernen großstädtischen Welt Sinn verspricht. Dabei trifft sie allerhand Menschen wie frischgebackene Mütter, die sich selbst überhaupt erst durch die Mutterschaft fanden oder einen abstinenten Existentialisten, für den Sex ohnehin „auch nur noch ein Markt“ ist. Und dann sind da natürlich noch all diese Beauty-Produkte und ja, selbst Yoga verteufelt sie – denn diese Entspannungsübungen sind ja auch nur systemstützende Selbstoptimierung und keineswegs der total individuelle Weg zum eigenen Glück, für die sie manche halten…

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Do. 27.06. bis Mi. 03.07., 19:30

BEFORE STONEWALL

(englische OmU)

Von Greta Schiller, Robert Rosenberg und Andrea Weiss, USA 1984, 87 Min., s/w und Farbe

50 Jahre "Stonewall-Inn" (2019)
Der Aufstand in der New Yorker Bar Stonewall-Inn am frühen Morgen des 28. Juni 1969 gilt als Ur-sprungsmythos des schwul-lesbischen Aktivismus im Kampf um eigene Rechte und gesellschaftliche Anerkennung – und wird heute auf der ganzen Welt am Christopher-Street-Day gefeiert. War Stonewall aber tatsächlich der Urknall homosexuellen Selbstbewusstseins? Greta Schiller zeigt mit ihrem Dokumentarfilm aus dem Jahr 1984, dass auch dieses zentrale Ereignis eine Vorgeschichte hatte und in die aufgeheizte politische Stimmung der 1960er Jahre eingebettet werden muss. Anhand von Fotografien, Filmausschnitten und Zeitzeugeninterviews gewährt BEFORE STONEWALL Einblicke in die Lebenswirklichkeiten US-amerikanischer Homosexueller von den 1920er Jahren an. So wird deutlich, dass die Zeit vor Stonewall eine manchmal beschwingt schöne, ansonsten jedoch überaus angespannte Zeit für Schwule und Lesben war. Die Möglichkeit zu einem selbstbestimmten Leben, wie es LGBTs heute zumindest in Teilen der westlichen Welt führen können, ist auch dem mutigen Engagement der Protagonisten von damals zu verdanken.

„Der Kochbuch-Film zu unserer Geschichte. Ein absolutes Muß!“ MANFRED SALZGEBER

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Do. 27.06. bis Mi. 03.07., 21:30