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AB 25.06.2018

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

A BEAUTIFUL DAY

(englische OmU)

Von Lynne Ramsay, Großbritannien / Frankreich / USA, 2017, 90 Min.
Mit Joaquin Phoenix, Ekaterina Samsonov, John Doman

Kriegsveteran und Ex-FBI-Agent Joe haut beruflich Mädchenhändlern auf die Schnauze. Gegen Geld rettet der grobschlächtige Hüne Frauen aus organisierten Sexringen. Wie eine unaufhaltsame Ein-Mann-Armee fällt er in die Verstecke der Kriminellen ein und drischt diese tot, sollten sie versuchen, ihn aufzuhalten. Gegen Aufpreis lässt er die Perversen manchmal sogar ein bisschen leiden. Privat legt Joe allerdings ganz andere Saiten auf. Der Schläger kümmert sich hingebungsvoll um seine senile Mutter, die er so gut es geht betreut und mit der er zusammenwohnt. Seine nächste Mission lautet, Nina, die Tochter des mitten im Wahlkampf steckenden Senators Votto, aus den Klauen der Menschenschieber befreien. Doch der Auftrag läuft aus dem Ruder und schon bald deutet sich eine Verschwörung im Hintergrund an...

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Do. 21.06. bis Mi. 27.06., 22:00

KOLYMA – STRASSE DER KNOCHEN

(OmU)

Von Stanislaw Mucha, Deutschland 2018, 89 Min.

Am Do. 21. 06. Premiere in Anwesenheit von Regisseur Stanislaw Mucha

Am Oberlauf des russischen Flusses Kolyma und im Kolyma- und Tscherskigebirge gab es nach dem während des Kalten Krieges zahlreiche Arbeitslager, in denen Gefangene nach Gold und andere Mineralien schürfen mussten. In seiner Dokumentation „Kolyma - Straße der Knochen“ geht Regisseur Stanislaw Mucha auf Spurensuche in diesem Gebiet und stellt dabei fest, dass heutzutage von der langen, blutigen Geschichte der Region – Spitznamen wie „Tor zur Hölle“ für die Bucht von Magadan und „längster Friedhof der Welt“ für die 2.000 km lange Kolyma-Straße vom Ochotskischen Meer nach Jakutsk kommen schließlich nicht von ungefähr – nicht mehr allzu viel zu spüren ist. Auf seiner Reise erlebt er allerlei Kurioses und trifft auf skurrile Gestalten und zeichnet so das Porträt einer sehr speziellen Region.

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Fr. 22.06. bis Mi. 27.06., 18:00

THE RIDER

(amerikanische OmU)

Von Chloé Zhao, USA 2018, 104 Min.
Mit Brady Jandreau, Tim Jandreau, Lilly Jandreau

Brady Blackburn ist ein überaus talentierter Cowboy und Rodeo-Reiter, doch nach einem schweren Unfall, bei dem er sich am Kopf verletzt, muss er sich damit arrangieren, dass er wohl nie wieder reiten können wird. Nicht nur ist Brady damit von einem Tag auf den anderen arbeitslos. Als direkter Nachkomme der Lakota-Sioux hat er auch eine ganz besondere Verbindung zu Pferden und definiert sich selbst fast ausschließlich über seine Arbeit mit den Reittieren. In seiner Kultur ist ein Mann, der nichts reiten kann, kein echter Mann und so hat auch sein Vater für seinen beeinträchtigten Sohn nur wenig Mitleid übrig, zudem gibt es im Pine Ridge Reservat ansonsten nur wenig zu tun. Und so sehnt sich Brady weiterhin nach dem Reiten, obwohl sein Körper sich dagegen sträubt und ihm sein bester Freund Lane, der seit einem Rodeo-Unfall sogar im Rollstuhl sitzt, als mahnendes Beispiel dient. Brady ist hin- und hergerissen zwischen seinem alten und seinem neuen Leben…

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Fr. 22.06. bis Mi. 27.06., 20:00

WOLF AND SHEEP

(Hazaragi OmU)

Von Shahrbanoo Sadat, Dänemark / Frankreich / Schweden / Afghanistan 2016, 86 Min.
Mit Sediga Rasuli, Qudratollah Qadiri, Amina Musavi

als Schäfer in die Berge geschickt. Während die Mädchen die Schafe hüten, müssen die Jungen Wölfe vertreiben. Kontakt zwischen Jungen und Mädchen ist streng untersagt. Dennoch schaffen es Qodrat, der von den anderen Kindern gehänselt wird, weil seine Mutter nach dem Tod ihres ersten Ehemannes mit einem alten Mann verheiratet werden soll, und Sediqa, die angeblich das Böse in sich trägt und deshalb von den anderen Kindern gemieden wird, sich in den abgelegenen Bergen anzufreunden: Als Qodrat eines Tages alleine durch die Berge streift, trifft er auf Sediqa und bringt ihr bei, wie man einen Schleuder herstellt, und anschließend ziehen sie oft gemeinsam durch die Gegend...
Shahrbanoo Sadat ist in einem Dorf, wie sie es in ihrem ersten Spielfilm beschreibt, aufgewachsen. In der sanften Inszenierung der Kinderfreundschaft, welche durch eine beobachtende Haltung geprägt ist und den jungen Hauptdarstellern viel freies Spiel lässt, erzählt Sadat unauffällig auch von den Traditionen des Volks der Hazara, der drittgrössten Ethnie Afghanistans.

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voraussichtlich ab Juli

AUF DER SUCHE NACH OUM KULTHUM

(OmU, englisch / farsi / arabisch)

Von Shirin Neshat und Shoja Azari, Deutschland / Österreich / Italien / Marokko 2017, 91 Min.
Mit Neda Rahmanian, Yasmin Raeis, Mehdi Moinzadeh

Die iranische Künstlerin und Filmemacherin Mitra lebt seit Jahren im Exil, doch nun bekommt sie endlich die Gelegenheit, ihren Traum wahrzumachen und einen Film über ihr Idol, die legendärische arabische Sängerin Oum Kulthum, zu drehen. Darin soll es um den hohen Preis gehen, den Oum Kulthum zahlen musste, um sich als Frau in einer konservativen und von Männern dominierten Gesellschaft durchzusetzen. Doch Mitra muss bald feststellen, dass sie mit ähnlichen Problemen wie einst schon die Sängerin zu kämpfen hat, einzig ihre Hauptdarstellerin Ghada gibt der Filmemacherin Kraft. Als dann aber mitten in den schwierigen Dreharbeiten auch noch ihr jugendlicher Sohn verschwindet, gelangt Mitra an ihre Grenzen und nähert sich zunehmend einem kompletten Zusammenbruch...

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voraussichtlich ab Juli

TIME TRIAL – DIE LETZTEN RENNEN DES DAVID MILLAR

(englische OmU)

Dokumentarfilm von Finlay Pretsell, Großbritannien 2017, 82 Min.

Eine immersive Dokumentation über das professionelle Radfahren, bei der durch innovative Filmtechniken und den Einsatz von Spezialfahrzeugen und Fahrradkameras ein nie dagewesener Einblick in die Welt des professionellen Radsports gegeben werden soll. Im Fokus steht dabei David Millar, der einzige britische Fahrer, dem es gelang, alle Trikots der Tour de France zu gewinnen. Doch auch die Schattenseiten des Sports werden nicht ausgeblendet: Millars Sieg bei der Tour de France von 2004 gelang ihm nur durch Doping und bei seiner letzten Teilnahme an dem weltberühmten Radrennen durch Frankreich ist Millar deutlich anzumerken, wie sehr ihn der ständige Wettkampf belastet und was ihm der harte Sport tagtäglich psychisch und physisch abverlangt.

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voraussichtlich ab Juli

UM GOTTES WILLEN – SE DIO VUOLE

(italienische OmU)

Von Edoardo Maria Falcone, Italien 2015, 87 Min.
Mit Marco Giallini, Alessandro Gassman, Laura Morante

Ein autoritärer Vater fällt fast aus allen Wolken, als ihm sein Sohn erzählt, dass er gerne ein Priester werden möchte. Für den älteren Mann, der sich immer als äußerst liberaler Atheist angesehen hat, scheint dies anfangs nicht hinnehmbar zu sein. Doch erst durch dieses Ereignis beginnt er, seine eigenen Ansichten fundamental zu hinterfragen...

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voraussichtlich ab Juli

ZENTRALFLUGHAFEN THF

Dokumentarfilm von Karim Ainouz, Deutschland / Frankreich / Brasilien 2017, 97 Min.

Der Flughafen Tempelhof ist mittlerweile schon seit einigen Jahren nicht mehr in Betrieb und wird daher für zahlreiche andere Aufgaben verwendet – unter anderem als Unterkunft für Geflüchtete. Unter ihnen befinden sich der 18-jährige syrische Student Ibrahim und der Physiotherapeut Qutaiba aus dem Irak, die Regisseur Karim Aïnouz in seiner Dokumentation „Zentralflughafen THF“ über einen Zeitraum von einem Jahr begleitet. Wie viele andere auch warten Ibrahim und Qutaiba auf die Entscheidung, ob sie in Deutschland bleiben dürfen oder nicht und verbringen ihre Zeit mit Deutschunterricht, medizinischen Untersuchungen und dem Kampf gegen die deutsche Bürokratie. Regisseur Aïnouz dokumentiert auch den Kontrast zwischen den Geflüchteten in den Hangars des ehemaligen Flughafens und den Berlinern und Touristen, die auf dem Tempelhofer Feld und den ehemaligen Start- und Landebahnen ihrem Alltag zu entkommen versuchen.

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voraussichtlich ab Juli

RYUICHI SAKUMOTO: CODA

(englisch / japanische OmU)

Dokumentarfilm von Stephen Nomura Schible, Japan / USA 2017, 100 Min.

Dokumentation über den japanischen Musiker Ryuichi Sakamoto. Neben seiner Pioniertätigkeit in Sachen elektronischer Musik als Mitglied der Formation Yellow Magic Orchestra, schrieb Sakamoto den Soundtrack für zahlreiche Spielfilme (u.a. „The Revenant“, „Merry Christmas Mr. Lawrence“ und „Der letzte Kaiser“, wofür er den Oscar gewann) und unterhält eine erfolgreiche Solokarriere. 2014 erkrankte er an Krebs.

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voraussichtlich ab Juli

LOS VERSOS DEL OLVIDO – IM LABYRINTH DER ERINNERUNG

(spanische OmU)

Von Alireza Khatami, Frankreich / Deutschland / Niederlande / Chile 2017, 92 Min.
Mit Juan Margallo, Tomas del Estal, Manuel Moron

Chile: Ein alter Mann genießt die Ruhe auf einem Friedhof weit abseits der Stadt. Er ist hier Wärter und kümmert sich um die Pflanzen, die er über alles liebt. Obwohl es nicht so klingt, hat er auch Kontakt zu Menschen: Wer auf der Suche nach Vermissten ist, wendet sich an ihn – er führt sie dann in die Kühlkammer des Leichenschauhauses, wo er ihnen die frisch Verstorbenen zeigt. Die Routine des Mannes wird gestört, als die Miliz auf den Friedhof kommt, weil sie dort die Toten verstecken will, die vorher bei einem Protest niedergeknüppelt wurden. Als der alte Mann die Leiche einer unbekannten jungen Frau findet, begibt er sich auf die Irrwege der Bürokratie, um für ein würdiges Begräbnis zu sorgen. Begleitet wird er von einem kauzigen Bestatter, einer alten Frau, die seit langem nach ihrer verschwundenen Tochter sucht, und einem Leichenwagenfahrer…

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voraussichtlich ab Juli

RYUICHI SAKUMOTO: ASYNC AT THE PARK AVENUE ARMORY

Dokumentarfilm von Stephen Nomura Schible, USA / Japan 2018, 65 Min.

Im April 2017 gastierte der japanische Komponist, Pianist und Musikproduzent Ry?ichi Sakamoto zwei Abende lang im Veteran’s Room des New Yorker Park Avenue Armory, einem intimen, nur knapp 200 Zuschauer fassenden Saal. Stephen Nomura Schible zeichnete das Konzert mit der Kamera auf. Er zeigt den preisgekrönten Filmkomponisten, dessen ungewöhnliche Soundtracks Filme wie Der letzte Kaiser oder The Revenant prägen, beim Erfinden seiner spontanen „asynchronen“ Musik. Man sieht ihn in Aktion mit verschiedenen elektronischen Instrumenten, darunter einem Flügel ohne Deckel, mit einer Gitarre und einer Glasscheibe. Die Akkorde klingen wie ein kosmisch-engelhafter Choral. Dazu übersetzt ein riesiger Bildschirm, der über dem Flügel an der Decke des Raumes befestigt ist, die melancholisch schwebenden, kontemplativen Klänge in schwarz-weiße Bilder – freie Assoziationen, die an Traditionen der filmischen Avantgarde erinnern. Sakamotos New Yorker Konzert wurde von Kritikern auch als Hommage an das Leben interpretiert: Nach einer schweren Krebserkrankung fragt der Komponist mit seiner traumwandlerisch schönen Musik auch danach, was es bedeutet, dem Tod zu trotzen.

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voraussichtlich ab Juli

ZWISCHEN SOMMER UND HERBST

Von Daniel Manns, Deutschland 2017, 96 Min.
Mit Linn Reusse, Isabel Thierauch

Lena ist 17 und gerade mit der Schule fertig. Eigentlich müsste sie für die anstehende Führerscheinprüfung lernen. Stattdessen malt sie sich lieber aus, das heiß ersehnte Auslandspraktikum in Argentinien zu bekommen und danach zum Studieren nach Frankreich zu gehen. Doch als sie eines Nachts am Familienkühlschrank Jonas' neue Freundin Eva kennenlernt, geraten alle Pläne durcheinander. Eva ist 24, studiert Sozialpädagogik und bekommt von Lenas Vater direkt einen Schlüssel zum Haus. Aber statt mit Jonas verbringt sie immer mehr Zeit mit Lena, ohne dass die beiden genau sagen könnten, was da gerade zwischen ihnen passiert. Bis Eva Lena eines Tages küsst ...
Regisseur Daniel Manns hat eine zarte, authentische Geschichte über das Erwachsenwerden und die erste große Liebe gedreht. In dem Film, der mit kleinem Budget, aber großer lokaler Unterstützung in Ostwestfalen gedreht wurde, spielen Linn Reusse ("Die rote Zora", 2008) und Isabel Thierauch Lena und Eva mit hinreißendem Charme als zwei junge Frauen, die beide erst die eigenen Unsicherheiten überwinden müssen, um als Paar eine Chance zu bekommen.

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voraussichtlich ab Juli

NICO 1988

Von Susanna Nicciarelli, Italien / Belgien 2017, 93 Min.
Mit Trine Dyrholm, John Gordon Sinclair, Anamaria Marinca

Biopic über die letzten Jahre im Leben der in Köln geborenen deutschen Sängerin und Modelikone Christa Päffgen, besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Nico. Sie wurde auch „Priesterin der Finsternis“ genannt, galt als eine Muse Andy Warhols, schauspielerte für Fellini und sang unter anderem auf dem Debütalbum der legendären experimentellen Rockmusikgruppe The Velvet Underground. Im Mittelpunkt stehen die finalen Auftritte Nicos, die die von ihrer Heroinsucht gezeichnete Musikerin in den 1980er-Jahren über die Bühnen der Welt nach Paris, Manchester, Prag und Nürnberg führten. Außerdem stellt der Film die Beziehung zu ihrem entfremdeten Sohn, der aus einem Verhältnis mit Schauspieler Alain Delon entstand, in den Vordergrund.
Hauptdarstellerin Dyrholm („Das Fest“) singt selbst.

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voraussichtlich ab Juli

ZAMA

(spanische OmU)

Von Lucrecia Martel, Argentinien / Brasilien / Spanien / Dominikanische Republik / Frankreich / Mexiko / Portugal / Niederlande / Schweiz / USA / Libanon 2017, 115 Min.
Mit Daniel Giménez, Lola Dueñas, Juan Minujin

Don Diego de Zama ist ein Offizier der Spanischen Krone und will nichts wie raus aus dem Küstenkaff, diesem kleinen langweiligen Ort am Meer, in dem er festsitzt. Jeden Tag wartet er auf den Brief des Königs, in dem steht, dass der in Südamerika geborene Mann endlich nach Buenos Aires versetzt wird. Dort will Zama noch mal von vorne anfangen. Weil er so dringend wegwill, hat er Angst, dass ein Fehlverhalten seine Versetzung gefährden könnte. Darum führt er alle Befehle aus, die ihm die zuständigen Gouverneure erteilen. Er murrt nicht, er macht einfach. Die Zeit vergeht, die Gouverneure wechseln – aber der König meldet sich nicht. Irgendwann, nach Jahren der Warterei, hat Zama genug. Er tritt einer Soldatengruppe bei, die hinter einem gefährlichen Banditen herjagt…

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voraussichtlich ab Juli