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AB 19.11.2019

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Tel 069 5970845 ab 19 Uhr

GOTT EXISTIERT, IHR NAME IST PETRUNYA

(mazedonische OmU)

Von Teona Strugar Mitevska, Mazedonien / Belgien / Frankreich 2019, 100 Min.
Mit Zorica Nusheva, Labina Mitevska, Simeon Moni Dameyski

In einem kleinen Ort im Norden von Mazedonien wirft der Hohepriester traditionell jeden Januar am Dreikönigstag ein gesegnetes Kreuz in das örtliche Gewässer, während sich gleichzeitig Hunderte Männer auf den Weg machen, um es wiederzufinden. Derjenige, der das Kreuz findet, soll ein Leben lang Glück und Wohlstand erlangen. Die arbeitslose Petrunya ist Anfang 30 und studierte Wissenschaftlerin für Geschichte, das braucht in Mazedonien eigentlich keiner. Sie springt ins Wasser und findet das Kreuz. In diesem konservativen Umfeld haben ihre Konkurrenten das Recht, wütend zu sein: Eine Frau hat es gewagt zu konkurrieren und zu erreichen, was die Männer zu erreichen versuchen. Das Ganze weitet sich im Ort zu einem waschechten Skandal aus. Aber Petrunya besteht darauf, dass sie die Gewinnerin ist, und weigert sich, das Kreuz zurückzugeben.

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Termine

Do. 14.11. bis Di. 19.11., 20:00

PJ HARVEY – A DOG CALLED MONEY

(englische OmU)

Von Seamus Murphy, Irland / Großbritannien 2019, 94 Min.

Die Dokumentation zeigt die Musikerin PJ Harvey auf ihrem intimen Weg, eine eigene PJ-Harvey-Platte zu schreiben und anschließend aufzunehmen. Die Autorin und Musikerin Harvey und der preisgekrönte Fotograf Seamus Murphy schlossen sich für diese Zusammenarbeit zusammen. Auf der Suche nach Erfahrungen aus den Ländern, über die sie schreiben wollte, begleitete Harvey Murphy auf einigen seiner weltweiten Berichterstattungsreisen, etwa in Afghanistan, Kosovo oder Washington DC. Harvey sammelte dabei Wörter und Murphy Bilder. Zu Hause wurden die Wörter dann zu Gedichten, Liedern und dann zu einem Album, das in einem beispiellosen Kunstexperiment im Somerset House in London aufgenommen wurde. In einem speziell eingerichteten Raum hinter Glas, durch das man nur von einer Seite durchschauen kann, wurde das Publikum dazu eingeladen, den 5-wöchigen-Prozess als Live-Sound-Skulptur zu beobachten.

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Termine

Mo. 18.11. bis Mi. 20.11., 18:00
Fr. 22.11. bis Mi. 27.11., 22:30

DIE KINDER DER TOTEN

Von Kelly Copper und Pavol Liska, Österreich 2019, 90 Min.
Mit Greta Kostka, Andrea Maier, Klaus Unterrieder

Am Di. 12.11. in Anwesenheit von Kelly Copper, Nature Theatre of Oklahoma

Gudrun Bichler, Edgar Gstranz und Karin Frenzel sind allesamt Untote - verrottende Zombies, stumm, sexbessesen und brutal. Gudrun und Edgar sind ein Paar und sie werden schon bald vor eine unglaubliche Herausforderung gestellt: Tausende von Holocaust-Opfern versuchen durch sie zu neuem Leben zu kommen und das, obwohl die beiden selbst untot sind. Außerdem richtet eine Nazi-Witwe ein eigenes Kino ein, um die Vergangenheit zu betrauern, ein depressiver Förster wird von den Geistern seiner toten Söhne verfolgt, die Selbstmord begangen haben, eine Sekretärin wird mit einer Doppelgängerin konfrontiert und muss sich mit ihrer herrischen Mutter auseinandersetzen und eine syrische Dichterfamilie reist durch die Steiermark.
Verfilmung basierend auf dem 1995 erschienenen Roman „Die Kinder der Toten“ von Elfriede Jelinek, der für seine Figurenvielfalt und unorthodoxe Erzählstruktur berüchtigt ist. Das Werk beschäftigt sich mit der Erinnerung und mentalen Verdrängung des Holocaust.

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Mo. 18.11. bis Di. 19.11., 22:00

LOLITA

(englische OmU)

Von Stanley Kubrick, Großbritannien / USA 1962, 152 Min.
Mit James Mason, Sue Lyon, Peter Sellers, Shelley Winters

Psychoanalytische Interpretation und Diskussion mit Birgit Pechmann und Ellen Englert. In Kooperation mit dem Institut für Psychanalyse Frankfurt

Berühmte Verfilmung von Vladimir Nabokovs ebenso berühmtem Roman: Der geschiedene Literaturprofessor Humbert Humbert kommt in das Städtchen Ramsdale in New Hampshire und mietet dort ein Zimmer im Haus von Charlotte Haze. Seine Vermieterin hat es gleich auf Humbert abgesehen, aber der ist viel mehr von deren jugendlicher Tochter Lolita fasziniert. Bald ist er von dem Mädchen förmlich besessen. Als Lolita von Charlotte ins Sommercamp geschickt wird, ist Humbert ganz krank vor Eifersucht. Schließlich holt er das Mädchen aus dem Ferienlager und will mit ihm durchbrennen. Das bleibt nicht unbemerkt und Clare Quilty droht, Humbert bloßzustellen ..

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Mi. 20.11., 20:00

LAND DES HONIGS

(mazedonische OmU)

Von Tamara Kotevska und Ljubomir Stefanov, Mazedonien 2018, 90 Min.
Mit Hatidze Muratova, Nazife Muratova, Hussein Sam

Es gibt eine Regel in der Imkerei: Man sollte nur die Hälfte des Honigs nehmen und den Rest den Bienen überlassen. Hatidze, respektiert diesen Zustand. Täglich steigt sie in ihrem kleinen mazedonischen Dorf einen Berg hinauf, um bei ihren Bienen in den Felsspalten nach dem Rechten zu schauen. Ein altes Lied singend, entnimmt sie dem Bienenvolk seine Waben. Doch das war es noch nicht mit der Arbeit. Wenn sie wieder auf ihrem Bauernhof ist, kümmert sie sich um ihre selbst gemachten Bienenkörbe und pflegt zusätzlich noch ihre kranke Mutter. Mit ihren gelegentlichen Abstechern in die Stadt, wo sie ihren Honig und ihre Körbe verkauft, füllt sie ihre Kassen und führt ein bescheidenes, aber gutes Leben. Mit dem ruhigen Leben ist es allerdings vorbei, als auf dem Grundstück nebenan eine Nomadenfamilie einzieht, die Hatzides Bienenvolk fortan mit laufenden Motoren, sieben lauten Kindern und 150 Kühen beschallt. Wider Erwarten, bringt das die Imkerin nicht aus der Ruhe und Hatzide führt ihr Leben unbeirrt weiter. Doch als Hussein, das Oberhaupt der neuen Familie, eine Entscheidung trifft, wird diese weitreichende Folgen für Hatzide haben ...

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Do. 21.11. bis Mi. 27.11., 17:30

BIS DANN MEIN SOHN

(chinesische OmU)

Von Wang Xiaoshuai, China 2019, 185 Min.
Mit Wang Jing chun, Yong Mei, Qi Xi

Am Do. 21. November mit anschließendem Filmgespräch mit Dr. Andreas Ungerböck, ray Filmmagazin, Wien. In der Reihe „Film des Monats“ der Jury der ev. Filmarbeit. Leitung Dr. Margrit Frölich.

Es ist ein ganz normaler Sommertag, an dem sich das Leben zweier Familien für immer verändern sollte: Als ein kleiner Junge im Rückhaltebecken eines Staudamms ertrinkt, bleibt sein Freund zitternd zurück - doch der Vorfall wird ihn noch lange verfolgen. Jahre später haben die Eltern des toten Kindes, Liu Yaojun und Wang Liyun, mittlerweile einen Adoptivsohn, mit dem sie ein neues Leben in einer fremden Stadt führen. Die Eltern des noch lebenden Kindes, Li Haiyan und Shen Yingming, plagen nach wie vor Schuldgefühle, was ein Wiedersehen besonders schwer macht. Als bei Li Haiyan allerdings ein tödlicher Hirntumor diagnostiziert wird, beschließen Liu Yaojun und Wang Liyun doch noch einmal an den Ort zurückzukehren, an dem sich die Tragödie ereignete. Gefühle, die jahrzehntelang unterdrückt wurden, drohen wieder aufzukochen...

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Do. 21.11., 19:30
Fr. 22.11. bis So. 24.11., 19:15
Di. 26.11. bis Mi. 27.11., 19:15

DIE SINFONIE DER UNGEWISSHEIT

Von Claudia Lehmann, Deutschland 2018, 95 Min.

Vor zehn Jahren hat Claudia Lehmann am Deutschen Elektronen Synchrotron (DESY), der wichtigsten Forschungsstätte für theoretische Elementarteilchenphysik, promoviert. Nun kehrt die Filmemacherin an ihre ehemalige Wirkungsstätte zurück und besucht ihren Doktorvater Gerhard Mack. Zu den renommiertesten Wissenschaftlern Deutschlands gehörend, wird er nun mit Fragen von seinem ehemaligen Schützling konfrontiert, die sich seit der Promotion bei ihr aufgetan haben. Auch wenn sich der Physiker ganz der Wissenschaft gewidmet hat und seine Theorie der komplexen Systeme auch meist nur im physikalischen Bereich anwendet, nutzt er diese Methode auch, um auf politische, gesellschaftliche oder persönliche Themen aufmerksam zu machen. Damit gehört er zu den wenigen seiner Berufsgruppe, die es schaffen, scheinbar komplexe Themen zu veranschaulichen und für jeden greifbar zu machen.

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So. 24.11., 11:30

KINDER UNTER DECK

(OmU)

Dokumentarfilm von Bettina Henkel, Österreich 2018, 90 Min.

In Anwesenheit von Regisseurin Bettina Henkel

KINDER UNTER DECK ist die persönliche Geschichte dreier Generationen einer Familie: Großmutter, Vater und Tochter – Ärztin, Psychoanalytiker und Filmemacherin.
Im Zentrum steht die transgenerationale Übertragung traumatischer Erfahrungen, denen auf einer Reise zu den Wurzeln der aus Lettland stammenden Familie nachgespürt wird. Vater und Tochter spüren den Schicksalen der Familienmitglieder nach, suchen „Antworten“ auf schmerzliche Fragen und die „Wahrheit“ einer verdrängten Geschichte. Wie weh das tun würde, wusste vorher niemand.
Bettina Henkels Dokumentarfilm ist ein seelisches Roadmovie durch tiefliegende Verletzungen, entstanden durch die historischen Umwälzungen im Nordosten Europas. Eine universelle Geschichte der Vererbung von seelischen Narben, verursacht durch Krieg und verdrängtes Leid.

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So. 24.11., 13:15

NUR EINE FRAU

(teilweise türkische OmU)

Von Sherry Hormann, Deutschland 2018, 96 Min.
Mit Almila Bagriacik, Rauand Taleb, Aram Arami

Mit anschließendem Gespräch mit einer Vertreterin von FiM / Frauenrecht ist Menschenrecht. In Kooperation mit Terres des Femmes - Städtegruppe Rhein-Main. Zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

Aynur will nichts ahnend ihren Bruder Nuri zur Bushaltestelle bringen, als das schier Unglaubliche geschieht: Auf offener Straße wird Aynur von ihrem Bruder erschossen. Nur wenige hundert Meter von der Haltestelle entfernt, liegt ihr fünfjähriger Sohn im Bett und schläft. Doch wie konnte es zu dieser schrecklichen Tat kommen? Aynur erzählt in diesem Film von ihrem bewegten Leben. Sie ist jung, selbstbewusst und liebt das Leben. Sie möchte der Gewalt in ihrer Ehe entfliehen und will sich auch nicht von ihren Eltern oder Brüdern sagen lassen, was sie nun zu tun hat. Kurzerhand sucht sie sich mit ihrem Sohn eine neue Wohnung, macht eine Ausbildung und geht mit ihren Freundinnen aus. Dabei bleibt es natürlich nicht aus, dass sie dort neue Freunde und auch Männer kennenlernt. Aynur ist sich bewusst, dass sie mit ihrem neuen Leben, gegen die geltenden Traditionen ihrer Familie verstößt und sich damit auch in Gefahr bringt. Doch ihr Wunsch nach Freiheit ist größer. Die Drohungen und Beleidigungen ihrer Brüder werden zunehmend ernster, bis für Aynur eines Tages alles zu spät ist...

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Mo. 25.11., 20:00