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BABY JANE

(finnische OmU)

Von Katja Gauriloff, Finnland 2019, 90 Min.

Jonna ist gerade zum Studium nach Helsinki gezogen und taucht voller Abenteuerlust in das pulsierende Nachtleben ein. In einer queeren Bar lernt sie Piki kennen – und ist sofort fasziniert von der geheimnisvollen Frau mit der dunklen Stimme. Piki eröffnet Jonna ein ganzes Universum neuer Erfahrungen.
Shootingstar Roosa Söderholm und die Sängerin Maria Ylipää spielen in Katja Gauriloffs rauem Liebesfilm „Baby Jane“ ein Paar, dessen stürmische Beziehung auch entlang von Abgründen verläuft.

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Termine

Mo. 01.03. bis Mi. 31.03., 00:06

ARE WE LOST FOREVER

(schwedische OmU)

Von David Färdmar, Schweden 2020, 103 Min.
Mit Jonathan Andersson , Björn Elgerd , Shirin Golchin , Maria Hedborg

Hampus und Adrian trennen sich nach einer jahrelangen Beziehung. Hampus empfindet vor allem Erleichterung: Zu oft wurde er von seinem Ex verletzt und enttäuscht. Doch Adrian trauert tief und weiß nicht, wie er ohne Hampus weiterleben soll. Selbst als beide neue Partner finden, kann Adrian seine große Liebe nicht vergessen …
Der schwedische Regisseur David Färdmar erzählt einfühlsam und authentisch von den Scherben einer zerbrochenen Beziehung und der leisen Hoffnung auf einen Neuanfang.

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Mo. 01.03. bis Mi. 31.03., 00:07

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Diese Filme können Sie zu Gunsten des Mal Seh'n Kino online ansehen.

ONE WORD

(englische OmU)

Dokumentarfilm von Viviana und Mark Uriona, Deutschland / Republik der Marshallinseln 2020, 83 Min.

Die Republik der Marshallinseln ist ein Inselstaat in der Nähe des Äquators im endlosen Blau des Pazifischen Ozeans auf der Rückseite der Erdkugel. Das Land erstreckt sich über drei Inseln und 29 Korallenatolle, wiederum 1156 einzelne Inseln und Inselchen umfassen. Der größte Teil der Marshallinseln liegt weniger als 5,9 Fuß über dem Meeresspiegel.

Schon vor der Zeit der alten Griechen waren die Marshallinseln bewohnt. Doch nun trifft der Klimawandel das Land wie eine riesige Bombe. Das ansteigende Meer erodiert das Land, versalzt das Grundwasser und tötet die Vegetation ab. Die steigenden Wassertemperaturen setzen dem früheren Fischreichtum ein Ende. Negative Prognosen sagen die Vernichtung des Landes und den Niedergang einer uralten Kultur für das Jahr 2050 voraus. Doch es gibt immer noch Hoffnung.

„One Word“ ist eine partizipative Dokumentation über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Republik der Marshallinseln und ihre Bevölkerung. Der Film wurde unter Einbeziehung der Marshallesen in Filmworkshops entwickelt und gedreht, die über einen Zeitraum von neun Monaten dauerten. Die Filmemacher vertrauten darauf, dass die Marshallesen die einzigen zuverlässigen Experten sind, wenn es um die Geschichte ihres Landes geht.

Der Film verzichtet auf einen externen Erzähler und wird nur von den Stimmen der Bewohner*innen einer sterbenden Welt erzählt. Ihre Botschaften sind überraschend kraftvoll, lebhaft und voller Optimismus: Die Menschheit kann und wird sich ändern, um die Zivilisation und den Planeten zu bewahren!

Alle Bilder (c) Studio Kalliope & Kameradisten.org
Trailer
Webseite
Virtueller Kinosaal

Der Film wird im Rahmen der Konferenz zur Nachhaltigkeit der evangelischen Kirche Hessen und Nassau und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung gezeigt

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Mo. 07.12. bis Mi. 31.03., 00:05

DAS NEUE EVANGELIUM

(OmU)

Von Milo Rau, Deutschland / Schweiz / Italien 2020, 107 Min. + Gespräch
Mit Maia Morgenstern, Marcello Fonte, Enrique Irazoqui

Während vor Italiens Küste viele Tausende Menschen ertrinken, weil sie sich in Europa ein besseres Leben erhoffen, hat das Land nichts Besseres zu tun, als die Rettung dieser Menschen zu einer Straftat zu machen. Die katholische Kirche wiederum scheint zur gleichen Zeit wieder zu ihren sozial-revolutionären Wurzeln zurückzukehren. Der Dokumentarfilmer Milo Rau entwirft ein neues Evangelium für das 21. Jahrhundert. Er stellt sich dabei die Frage, was Jesus in der heutigen Zeit predigen und wie er sich zum Beispiel zur Ausbeutung von Flüchtlingen positionieren würde.

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Do. 17.12. bis Mi. 31.03., 00:01

MORD IN PACOT - MEUTRE À PACOT

(frz. Original mit dt. Untertiteln)

von Raoul Peck ("I'm not your Negro", "Der junge Karl Marx"), Frankreich/ Haiti/ Norwegen 2014, 130 Min.

Nachdem Raoul Peck das Erdbeben, das Port-au-Prince im Januar 2010 erschütterte, in seinem Film TÖDLICHE HILFE dokumentarisch bearbeitet hatte, stellt er in MORD IN PACOT ein bourgeoises Paar in den Mittelpunkt.

Das Erdbeben in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince, im Januar 2010, hat weite Teile der Stadt in ein Trümmerfeld verwandelt. Auch die Villa eines im Nobelviertel Pacot lebenden Ehepaares ist zerstört. In der Ruine versuchen sie ihren Alltag neu zu organisieren und vermieten den verschonten Teil des Hauses an Alex, einen europäischen NGO-Katastrophenhelfer. Als seine junge haitianische Geliebte Andrémise einzieht, spitzt sich die Situation zwischen den beiden ungleichen Paaren drastisch zu.

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Mo. 01.02. bis Mi. 31.03., 00:03

STILL RECORDING – Lissa ammetsajjel

(OmU)

von Saeed Al Batal, Ghiath Ayoup, Syrien/ Libanon/ F/ D/ QA 2018, 120 Min.

Syrien 2011: Inmitten der Massenaufstände zieht es den 20-jährigen Ingenieursstudenten Saeed von Damaskus in die von Revolutions-Rebellen befreite Stadt Douma. Dort will er sein Leben der syrischen Revolution widmen. Später folgt ihm sein Freund, der Kunststudent Milad. In Douma erfasst die revolutionäre Begeisterung die Jugend. Trotz Krieg und Belagerung gründen die beiden jungen Männer einen Radiosender und ein Aufnahmestudio. Dann beginnen sie mit ihren Kameras und ein paar Gleichgesinnten den Alltag um sie herum festzuhalten. Ein intensives Zeugnis des Widerstandes.

Saeed ist ein junger Cinephiler, der versucht, anderen jungen Menschen in Ost-Ghouta in Syrien das Regelwerk des Kinos näher zu bringen. Doch in der harschen Realität des Krieges bleibt kein Platz für Regeln und Gesetzmäßigkeiten. Saeeds Freund Milad lebt auf der anderen Seite der Frontlinie?— in Damaskus, das sich im festen Griff von Assads Regime befindet. Doch dann beschließt er, Damaskus zu verlassen und sich Saeed im belagerten Douma anzuschließen. Dort bauen sie eine Radiostation und ein Aufnahmestudio auf und beginnen ihren Alltag zu filmen. Als Chronisten einer Revolution und ihrer brutalen Niederschlagung, richten die Männer ihre Kameras auf alles was die Bevölkerung in Kriegsjahren bewegt: die Kreativität und den Freiheitsdrang der revolutionären Bewegung und ihre drohende Vereinnahmung, die voreiligen Hoffnungen auf den Sieg, die Niederlagen, der Beschuss der Stadt, der Hunger, die Belagerung, die Liebe und den Tod. Über 500 Stunden Filmmaterial aus vier Jahren flossen in die Produktion von Still Recording. Der Dokumentarfilm wird so zu einem Zeugnis des Widerstands gegen die Gewalt der Diktatur des Regimes, aber auch ein Manifest für die Notwendigkeit dokumentarischer Arbeit in Kriegszeiten.
Bei den Filmfestspielen von Venedig gewann Still Recording den FIPRESCI-Kritikerpreis, den Publikumspreis in der Sektion Settimana della Critica und weitere drei Preise.

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Di. 09.02. bis Mi. 31.03., 00:02

DAS ROTE HAUS - THE RED HOUSE

Dokumentarfilm von Francesco Catarinolo, D 2020, 85 Min.

THE RED HOUSE erzählt die Lebensgeschichte des Südtiroler Abenteurers Robert Peroni. Er fand in Ostgrönland neuen Sinn für sein Leben und hilft dem letzten Jägervolk Europas in die Zukunft.

Robert Peroni war in den 1980er Jahren als Extremsportler bekannt. So überquerte Peroni als erster zu Fuß den Eispanzer Grönlands an seiner breitesten Stelle. Bei dem Weltrekord, den er bis heute hält, verliebte er sich so sehr in das Land und seine Menschen, dass er beschloss, sein Leben zu ändern. Statt weiter Geld und Ruhm zu suchen, zog er in den Hohen Norden mit neuer Mission: Er wollte das letzte Jägervolk Europas vor dem Untergang retten.
Seit Felle und Fleisch der Wildtiere nicht mehr gehandelt werden dürfen, haben die Jäger ihre Existenzgrundlage verloren. Stattdessen erhalten sie Sozialhilfe aus Dänemark. Die Dänen wollten allen Grönländern gleiche Chancen auf Bildung und Gesundheitsvorsorge bieten. Deshalb bekamen die Jägerfamilien feste Häuser und wurden in Dörfer umgesiedelt. Ihr Leben als Halbnomaden mussten sie aufgeben. Doch diese Umpolung ist bis heute nicht verdaut.
Verhaltensmuster der Vergangenheit stecken weiterhin in den Köpfen der Grönländer und sind schwer in den Griff zu kriegen. Dazu gehören der Missbrauch an Kindern ebenso wie eine hohe Selbstmordrate unter Jugendlichen. Weltweit gibt es nur in Russland mehr Suizide prozentual zur Bevölkerung. Jede Familie hat Opfer zu beklagen, vor allem in Ostgrönland, wo der Winter besonders lang ist - und die Natur besonders schön.
In Tasiilaq, mit 2000 Einwohnern größte Siedlung Ostgrönlands, gründete Robert Peroni das RED HOUSE. Es ist ebenso Gästehaus für Fremde wie Auffangstation für Einheimische in Not. Vor allem junge Menschen kommen ins Rote Haus, wenn sie nicht weiterwissen, darunter die 17jährige Laila, die als Kind mißbraucht wurde und die 25jährige Illanguaq, eine von vier Transfrauen in Tasiilaq. Beiden hilft Robert ins Leben zurück.
Robert Peroni will mit Hilfe eines sanften Tourismus nach dem Vorbild Südtirols dem Jägervolk der Ivi eine Zukunft bieten. Peroni ist davon überzeugt, dass nicht nur die Einheimischen davon profitieren, sondern auch seine zahlenden Gäste die Begegnung mit der fremden Kultur des Nordens als wertvolle Erfahrung mit nach Hause nehmen.
„Wir können von den Ivi mehr lernen als sie von uns“ - davon ist Peroni nach 30 Jahren in Grönland überzeugt.

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Do. 18.02. bis Mi. 31.03., 00:01